Kommentar von Clemens Fütterer
Genossenschaftliche Banken schaffen Mehrwert in der Region

"Nein, ich bin nicht die Shopping-Queen!" Karikatur: Tomicek
Nach gescheiterten Fusionsplänen der Sparkassen in jüngster Vergangenheit wollen jetzt zwei starke, kerngesunde Genossenschaftsbanken heiraten: auf Augenhöhe - ausgestattet mit erheblichem Eigenkapital und sehr ordentlichen Betriebsergebnissen. Ihre Fusion wäre ein perspektivischer Mehrwert, ein großer Gewinn für die nördliche und mittlere Oberpfalz.

Die frühere Volksbank Weiden schreibt sich seit Jahrzehnten die Regionalität auf die Fahnen, bewusst führt sie die "Nordoberpfalz" im Namen. Jetzt will die künftige "Volks- und Raiffeisenbank Amberg Weiden eG" zwischen der nördlichen und mittleren Oberpfalz gleichsam die wirtschaftliche Brücke schlagen. Ein gewisses Ideal stellt hier die Hochschule Amberg-Weiden dar, die sich zu einer Klammer zwischen beiden Oberzentren entwickelte.

Letztlich bewegen wohl handfeste ökonomische Gründe die Genossen zur (beabsichtigten) Fusion. Den Weidenern sind bei einer rekordverdächtigen Ausleihquote von fast 70 Prozent der Bilanzsumme bei Krediten für den Mittelstand Grenzen gesetzt. Auf diesem Feld bringen die Amberger Potenzial ein; sie sind auch bei den Kundeneinlagen prozentual etwas stärker. Die neue Bank wäre in der Lage, die expandierenden Unternehmen der Region aktiv zu begleichen. Auch im Exportgeschäft. Jedenfalls ergäbe sich eine Win-win-Situation.

clemens.fuetterer@derneuetag.de
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