Kommentar von Frank Werner
Energiewende bei Eon lässt die Steuerzahler zittern

Es war ein Erdbeben, das das Ende der Atomkraft in Deutschland besiegelte. Die nach Fukushima ebenso begeistert wie hektisch eingeläutete Energiewende wurde für Politik und Wirtschaft zum Alptraum. Die Nachbeben des Öko-Kurses beschäftigen die großen Energiekonzerne bis heute, die Probleme nehmen immer weiter zu.

Jetzt kommt ausgerechnet Eon mit einem Paukenschlag daher. Der Energie-Dino reagiert als erster auf die Misere und lagert die klassische Stromproduktion aus, konzentriert sich künftig voll auf die Öko-Energie. Die Börse jubelt. Eon handelt aus knallhartem Kalkül. Die Gefahr, dass sich der Energieriese mit der Auslagerung aus der Verantwortung für die Kosten des Atomausstieg stehlen will, ist konkret.

Was ist, wenn die Eon-Rücklagen nicht für die milliardenteure Abschaltung der Meiler reichen? Allen Beteuerungen von Boss Johannes Teyssen zum Trotz: Für den Steuerzahler könnte der Schnitt des Energiekonzerns eine verdammt teure Geschichte werden.

frank.werner@derneuetag.de
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