Kommentar von Frank Werner
Was Islamisten und Anhänger von Pegida gemeinsam haben

Symbole. Karikatur: Tomicek
Deutschland ist derzeit mächtig in Bewegung. Am Montagabend gingen allein in München 20 000 Menschen gegen die Pegida-Bewegung auf die Straße, heute werden bei der Mahnwache für Frieden und Toleranz alle Spitzenpolitiker in Berlin erwartet. Es sind beeindruckende Zeichen im Kampf gegen den Extremismus - mit einer Kanzlerin Angela Merkel, die Flagge zeigt wie selten zuvor.

Auch die Pegida-Anhänger sind weiter unterwegs, vor allem in Dresden. Mahnungen, nach dem Terror von Paris wenigstens eine Pause bei ihren Demonstrationen einzulegen, verhallen ungehört. Sie versuchen, die Anschläge für sich zu instrumentalisieren. Für Sachargumente sind diese Leute nicht mehr zu gewinnen, den Medien glauben sie ohnehin kein Wort. Es gehört zu den besonders perfiden Facetten der selbst ernannten "Retter des Abendlandes", dass sie die "Lügenpresse" anprangern.

Rechtsextreme und Islamisten haben der Meinung- und Pressefreiheit den Krieg erklärt. Sie machen hier gemeinsame Sache. Das ist ein Treppenwitz, über den niemand lachen kann.

frank.werner@derneuetag.de
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