Kommentar von Günter Bauer
Fader Beigeschmack

Die Causa "DJK Germania Neumarkt" nimmt kein Ende. Mit der Absage der Tischtennis-Begegnung TTSC Kümmersbruck II gegen die DJK erfährt dieses Thema eine weitere Stufe. Was im Vorfeld der Saison in der 3. Bezirksliga-West-Herren diskutiert worden war, ein Boykott der DJK, scheint nun eingetreten zu sein. Der TTSC Kümmersbruck II sah sich am Samstag außerstande, für das Heimspiel gegen die DJK ein Team zu stellen und gab die Partie kampflos ab.

Diese Entscheidung hat einen faden Beigeschmack. Gehört der TTSC doch zu den erbittertsten Gegnern der Einreihung der Neumarkter in die höhere Liga. Kümmersbruck sieht sich dadurch der Aufstiegschance beraubt. Geschah diese Absage aus Protest gegen die aus Sicht des TTSC nicht saubere Entscheidung des Tischtennisbezirkes Oberpfalz? Wenn ja, dann kann man auch das Kümmersbrucker Handeln als nicht fair gegenüber den Spielern der Germanen ansehen. Sie können am wenigsten für diese Situation. Ihr Verein hat nur eine legale Möglichkeit in der Wettspielordnung (WO) des BTTV ausgeschöpft und einen Antrag auf Höhereingruppierung gestellt.

Der Bezirk, vertreten durch gewählte ehrenamtliche Funktionäre, hat diesem Antrag mehrheitlich zugestimmt. Die Entscheidung hat für viel Diskussionsstoff in ganz Bayern geführt. Das Bezirkssportgericht der Oberpfalz sah keine Verletzung geltender Bestimmungen. Daran werden auch Proteste in Form von "Nichtantreten" keine Änderung bewirken.

Besser wäre es gewesen, die Entscheidung zu akzeptieren und den sportlichen Wettkampf zu suchen.
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