Kommentar von Hans Klemm
Keine Frage: Es gibt Flüchtlinge erster und zweiter Klasse

Amerikanischer Wahlkampf. Karikatur: Tomicek
Doch, es gibt sie, die Flüchtlinge erster und zweiter Klasse. In Kategorie eins fallen die Menschen, die aus Kriegsgebieten wie dem Irak, Syrien oder Afghanistan stammen. Gerade für Asylbewerber aus dem Hindukusch, die während der Bundeswehreinsätze mit und für deutsche Stellen gearbeitet haben, trägt die Bundesrepublik besondere Verantwortung.

Zur Kategorie zwei zählt jene Masse, die sich ein besseres Leben in den Industrieländern Europas verspricht. Das ist ein nachvollziehbares Motiv, lässt aber gerade die Länder in Nordafrika ausbluten. Eine zum Teil gut ausgebildete Generation, die für den politischen und wirtschaftlichen Aufbau dort dringend gebraucht würde, wandert ab und wirft zuvor das mühsam Zusammengesparte den Schleusern in den Rachen. Niemand kontrolliert die Häfen, niemand die Bootseigner mit ihren "Seelenverkäufern".

Wer in der Heimat keine Perspektive sieht, der macht sich fort. Das gilt - mit Abstrichen - auch für das frühere Jugoslawien. Aber eine Völkerwanderung aus dem Balkan in die Sozialsysteme wird die Republik nicht verkraften. Hier bleibt nichts als schnelle und konsequente Abschiebung, um die Flanke, die sich Rechtsaußen im politischen Spektrum bildet, zu schließen.

hans-klemm@t-online.de
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