Kommentar von Joachim Gebhardt
Solidarität unter Bürgern

Die Idee ist nicht ohne Charme: Jeder Haushalt gibt pro Jahr einen Beitrag so um die 70 Euro in den Fonds. Daraus kann die Stadt samt ihrem Eigenanteil die maroden Straßen und Brücken sanieren. Eine zusätzliche Million zu den schon angesetzten Haushaltsmitteln wäre Balsam für das Stadtgebiet. Vorbei wären die Tage des Flickens, Fräsens und Splittens. Gehsteige würden erneuert und zahllose Schwachstellen beseitigt.

Aber noch gibt es kein Gesetz, das so einen Fonds direkt erlaubt. Wenn die Stadt aber will, das beweisen Äußerungen führender Landespolitiker, dann fände sich ein Weg, diesen Topf anzulegen. Vorbei wäre die Angst, einige zehntausend Euro berappen zu müssen im Falle einer Maßnahme vor der Haustüre. Auf breiten Schultern könnte eine neue Finanzierungsschiene ruhen, die keinem wehtut, aber allen hilft.

An Rhein und Mosel klappt das schon. Streitfälle gebe es kaum noch, bilanziert der Städtebund, dafür große Akzeptanz. Jetzt liegt es am Stadtrat, einig und gemeinsam vorzugehen, die Politik massiv auf diese Möglichkeit hinzuweisen. Wird in Sulzbach-Rosenberg aber diese Chance vertan, verliert das Gejammere um den strapazierten Haushalt künftig stark an Glaubwürdigkeit. Denn dann fehlt schlicht der Wille zum Handeln.
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