Kommentar von Josef Maier
Irrsinn auf vier Rädern

Sie waren auf einem guten Weg. In Sachen Gesundheit der Fahrer gab die Formel 1 in den vergangenen Jahren Gas. Die Sicherheit wurde zunehmend mit Hightech-Materialien im Auto verbessert, der Kopf wurde besser geschützt. Wenn es schreckliche Unfälle gab, dann gingen sie wundersam glimpflich aus. Auch in den Schutz der Fans an den Rennstrecken wurde investiert.

Doch seit zwei, drei Jahren ist die Formel 1 in der Krise. Das Interesse flaut ab, die Zuschauer bleiben weg. Zu Schumis Zeiten etwa waren die Rennen in Deutschland total ausverkauft, heute gibt es auf den Tribünen große Lücken. Das Produkt zieht nicht mehr. Auch so mancher Fernsehzuschauer zappt bei Übertragungen auf einen anderen Kanal weiter. Die TV-Rechte-Inhaber machen den Rennorganisatoren Druck. Da darf sich die PS-Branche keine Negativschlagzeilen erlauben. Solche hatten die Bosse wohl bei einer Absage des Rennens in Japan befürchtet.

Ein Taifun rast heran, am Himmel brechen alle Wolkendämme, und durch die Kameras in den Cockpits der Boliden sieht jeder Fernsehzuschauer, dass die Fahrer nichts sehen. Die Jungs waren den Naturgewalten hilflos ausgeliefert. Dieses Rennen überhaupt zu starten, war absolut fahrlässig. Jules Bianchi schleuderte in Suzuka gegen einen Kranwagen und kämpft nun um sein Leben. Die ganze Formel 1 ist in Japan gegen die Wand gerast.

josef.maier@derneuetag.de

Fußball

Cheftrainer-Vertrag für Zinnbauer?

Hamburg.(dpa) Sportchef Peter Knäbel hat Josef Zinnbauer einen Vertrag als Cheftrainer beim Fußball-Bundesligisten Hamburger SV in Aussicht gestellt. "Ich finde, Joe Zinnbauer hat Werbung gemacht, ein Teil der HSV-Zukunft zu sein", wurde Knäbel am Montag übereinstimmend in mehreren Medien zitiert. Der neue Direktor Profifußball beim HSV kündigte an, die bevorstehende Punktspiel-Pause für entsprechende Gespräche nutzen zu wollen. "Jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, sich für die wichtigsten Mitarbeiter Zeit zu nehmen", betonte Knäbel.

Nach der Trennung von Chefcoach Mirko Slomka nach drei Spielen mit einem Punkt und null Toren hatte Vorstandschef Dietmar Beiersdorfer U-23-Coach Zinnbauer "bis auf Weiteres" zum Verantwortlichen des Bundesliga-Kaders gemacht. Seither präsentierte sich der HSV als Team und feierte am Samstag mit dem 1:0 in Dortmund den ersten Saisonsieg.
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