Kommentar von Martin Bink
Auch die Staaten müssen an die Zukunft denken

Kiewer Wahlkabine. Karikatur: Tomicek
Die Ergebnisse des europäischen Banken-Stresstests liegen vor, und sie sind besser ausgefallen, als von manchem befürchtet. Die Furcht vor einem Durchfallen und einer darauf folgenden Diskussion um die Überlebensfähigkeit im Fall einer neuen Krise hat manche Bank dazu veranlasst, Risiken abzubauen und den Kapitalpuffer zu stärken, um besser für die Herausforderungen der Zukunft gewappnet zu sein.

Aber der Bankentest ist nur eine Momentaufnahme. Diese lässt zwar hoffen. Aber sie beinhaltet - wie Bafin-Präsidentin Elke König sagte - auch eine Aufgabe für die Zukunft. Nämlich die, sich nicht auf den Lorbeeren auszuruhen. Und auch die Staaten dürfen sich nicht ausruhen, müssen an die Zukunft denken. Die Probleme, die Frankreich oder Italien haben, muss die Politik lösen. Hier sind politische Reformen gefordert - auch wenn diese für die Bevölkerung schmerzhaft sind. Wer will schon arbeiten bis er 65, 67 oder noch mehr Jahre auf dem Buckel hat, bis er in Rente gehen kann? Niemand. Aber dauerhaft über die Verhältnisse leben? Das funktioniert eben auch nicht.

martin.bink@derneuetag.de
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