Kommentar von Martin Bink
Merkel und die Konjunktur

Da werden die Tage manchmal ungemütlich. So ist der Ausblick der führenden Wirtschaftsinstitute ebenfalls eher herbstlich ausgefallen. Ihr Mittel, um die Tage wieder aufzuhellen: Schwarz-Rot soll mehr investieren.

Keine schlechte Idee, fehlt doch an vielen Orten schon seit langem Geld für Instandhaltung. Bundesweit sind Straßen auf den Hund gekommen, Eisenbahnbrücken bröseln langsam vor sich hin. Und Schulen und Universitäten sind wohl eher auf verrottendem Laub denn auf Rosen gebettet. Es wäre nicht schlecht, würde die Bundesregierung die Anregung der Wirtschaftsforscher beherzigen. Dann könnte der Herbst ziemlich kurz ausfallen.

martin.bink@derneuetag.de

Wirtschaftsnotizen

Mehr Geld für Dachdecker

Rund 80 000 Beschäftigte im Dachdeckergewerbe erhalten mehr Geld. Die Gewerkschaft IG BAU und der Arbeitgeberverband einigten sich auf einen neuen Tarifvertrag, teilten beide am Donnerstag mit. Zum 1. Oktober greift eine Lohnerhöhung von 1,9 Prozent und ab dem 1. August 2015 eine weitere Stufe von 2,3 Prozent. Zudem wurden eine Einmalzahlung von 50 Euro, höhere Entgelte für Auszubildende und ein neuer Rentenfonds vereinbart. Aus diesem Topf sollen ältere Beschäftigte Geld erhalten, wenn sie nicht mehr voll arbeiten können. Auch die Beträge für das 13. Monatseinkommen und die betriebliche Altersvorsorge wurden aufgestockt. (dpa)

Red Bull zahlt für Vergleich

Der Getränkekonzern Red Bull hat in den USA wegen angeblich irreführenden Marketings einen Vergleich akzeptiert und will nun in einen Fonds 13 Millionen Dollar einzahlen. Der Slogan "Red Bull verleiht Flügel" entspreche nicht der Wahrheit, hieß es von Klägern vor dem New Yorker Gericht, vor dem der Vergleich geschlossen wurde. Zudem fördere das Getränk nicht die Fitness. Anwälte suchen nun Kunden, die zwischen Anfang 2002 und Oktober 2014 in den USA Energydrinks von Red Bull gekauft haben. Sie sollen als Entschädigung zehn Dollar oder Red-Bull-Produkte erhalten. (dpa)

Biokraftstoff-Preis im Visier

Die EU-Kommission geht Hinweisen auf eine Manipulation von Biosprit-Preisen nach und hat Firmen durchsuchen lassen. Am Dienstag hätten die Brüsseler Wettbewerbshüter gemeinsam mit nationalen Aufsehern unangekündigte Inspektionen bei Unternehmen in zwei EU-Staaten durchgeführt, teilte die EU-Kommission am Donnerstag mit. Die Behörde ermittelt seit längerem, auch wegen einer möglichen Manipulation des Ölpreises. Sie vermutet, dass Unternehmen falsche Preisinformationen an eine Preisagentur weitergegeben haben. (dpa)
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