Kommentar von Rudi Gebert
Letzte Chance für Bader

Wenn der sportliche Erfolg ausbleibt, ist es nur eine Frage der Zeit, bis die Vereine zum Allheilmittel Trainer-Rauswurf greifen. Warum sollte es bei Valérien Ismaël anders sein. Erst im Sommer hatte der Franzose beim 1. FC Nürnberg seinen ersten Chefposten im Profi-Bereich angetreten. Sein Ziel war der sofortiger Wiederaufstieg in die Bundesliga. Doch nach 13 Spielen sieht die Realität anders aus: Dem fränkischen Traditionsverein droht der Absturz in die 3. Liga.

Am Montag fiel die Entscheidung gegen Ismaël, der es nicht geschafft hat, aus einer neu zusammengewürfelten Truppe einen Aufstiegskandidaten zu formen. Auch unpopuläre Maßnahmen, wie die Ausbootung der langjährigen Nummer 1 Raphael Schäfer, brachten auf Dauer keine positiven Impulse. Nicht nur zuletzt beim 1:2 in Sandhausen präsentierte sich der Club extrem schwach und ohne Leidenschaft.

Kontinuität auf der Trainerbank ist seit dem Rücktritt von Dieter Hecking kurz vor Weihnachten 2012 ein Fremdwort am Valznerweiher. Seitdem versuchte es der ebenfalls heftig in der Kritik stehende Sport-Vorstand Martin Bader mit dem Gespann Michael Wiesinger/Armin Reutershahn, zwei Mal Roger Prinzen, Gertjan Verbeek und Valérien Ismaël. Auch im Spielerbereich gelang es Bader nicht, die jährlich abwandernden Leistungsträger adäquat zu ersetzen.

Der Nachfolger von Ismaël dürfte deshalb entscheidend für Baders Zukunft sein. Bei einem erneuten Fehlgriff wird auch der Sport-Vorstand nicht mehr zu halten sein.

rudolf.gebert@derneuetag.de

2. Bundesliga Schon die vierte Trainerentlassung

München. (dpa) In der 2. Fußball-Bundesliga haben nach etwas mehr als einem Drittel der Saison bereits vier Trainer ihren Job verloren. Die Nachrichtenagentur dpa listet die Trainerwechsel auf:

2. September: Erzgebirge Aue, Falko Götz, neu seit 9. September Tomislav Stipic

3. September: FC St. Pauli, Roland Vrabec, neu seit 10. September Thomas Meggle

24. September: TSV 1860 München, Ricardo Moniz (neu seit 24. September Markus von Ahlen

10. November: 1. FC Nürnberg, Valérien Ismaël, Nachfolger offen
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