Kommentar von Stefan Zaruba
Blitz-Bilanz: Kontrolle ist gut, Vertrauen besser

Verbündete. Karikatur: Tomicek
Wer sich vor einer Woche beim Medienhaus "Der neue Tag" informiert hatte, war schon gut gegen das Blitzlichtgewitter gewappnet. Wir hatten Strecken in der Region veröffentlicht, an denen die Polizei verstärkt Rasern nachstellen wollte. Der Blitzmarathon ist eine bemerkenswerte Idee: Die Polizisten posaunen heraus, wo sie sich auf die Lauer legen.

Das mag belächelt oder als Aktionismus abgetan werden. Aber die Offenheit hat zwei positive Seiten. Zum einen kommt die Warnmeldung bei vielen der Adressaten an. Zumindest auf den heiklen Strecken wird langsamer gefahren. Darauf weist die niedrige Raserquote in den vergangenen Tagen hin. Innenminister Joachim Herrmann sagte am Freitag, in Bayern würden sonst fast doppelt so viele Fahrer beanstandet.

Der zweite Vorteil der Offenheit: Die Polizei brauchte sich eine Woche lang von niemandem Wegelagerei vorwerfen zu lassen. Messgeräte an wirklich gefährlichen Strecken und mit klarer Ansage aufzustellen, fördert das Vertrauen - anders als Radarfallen an Stellen, wo sie offensichtlich der Abzocke dienen. In diesem Sinne bitte: Blitzmarathon das ganze Jahr!

stefan.zaruba@derneuetag.de
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