Kommentar von Stefan Zaruba
Der Staat eilt den Feuerwehren zu Hilfe

Französischer Phönix. Karikatur: Tomicek
Die 6,5 Millionen Euro mehr im Jahr sind ein Signal aus München: Der Freistaat greift den Feuerwehren unter die Arme, damit sie den Spagat schaffen zwischen immer anspruchsvolleren Einsätzen und der dafür nötigen und oft teuren Ausrüstung. Die höheren Fördersätze sind zunächst der Notwendigkeit geschuldet. Sie nehmen etwas Druck aus den Rathäusern; die Hauptlast der Feuerwehr-Kosten schultern Kommunen.

Die Finanzspritze ist aber auch eine Anerkennung für das Ehrenamt, über das zwar viele Worte des Lobes ausgeschüttet werden, aber nicht immer das nötige Füllhorn. 320 000 Freiwillige stehen in Bayern zum Notfalleinsatz bereit. Wer wissen will, was die Feuerwehren leisten, kann das beeindruckende Zahlenwerk des Innenministeriums lesen. Oder einfach unsere Zeitung. Verkehrsunfälle, Sturmschäden, Ölspuren, Tierrettungen, Suchaktionen und natürlich Brände - die vielen Berichte quer durch unsere Ausgaben zeigen, wie sehr die Feuerwehren gefordert sind.

Dass der Dienst für die gute Sache Erfüllung und - zumindest im Training - auch Spaß mit sich bringt, darf die öffentliche Hand nicht von ihrer Pflicht entbinden. Ohnehin ist der Feuerwehrverein vielerorts das Rückgrat der Dorfgemeinschaft. Ein Grund mehr, den Wehren zu Hilfe zu eilen.

stefan.zaruba@derneuetag.de
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