Kommentar von Thomas Kosarew
Diesmal auf Nummer sicher

Manfred Postler besitzt die Fähigkeit, komplizierte Zusammenhänge verständlich zu erklären. Die TV-Mitglieder, die am Donnerstagabend in das Sportpark-Restaurant gekommen waren, mussten dennoch kleine Juristen sein, um genau zu wissen, was eigentlich aus dem FC Amberg wird. In aller Kürze lässt sich das so erklären: Die Fußballer bleiben von den F-Junioren bis zur ersten Mannschaft eine Sparte des TV, die Werner Aichner leitet.

Alle Angelegenheiten, die im weitesten Sinne mit Geld und Haftung zu tun haben, wandern hinüber in die neue GmbH & Co. KG, die das finanzielle Risiko trägt. Das Wichtigste aus Sicht des Gesamtvereins: Sollten die Fußballer finanzielle Probleme bekommen, müssen alle anderen Sparten nicht zittern. Sollte der FC tatsächlich eines Tages zahlungsunfähig sein, würde die GmbH einfach von der Bildfläche verschwinden.

Der TV wäre zwar mit einem kleineren fünfstelligen Betrag in der Haftung. Diese Summe aufzutreiben dürfte aber nicht schwierig sein, denn der Verein spart sich demnächst alle Ausgaben der Fußballer. Dabei handelt es sich um Summen, die bei 10 000 oder 20 000 Euro liegen und rasch eingespart sind. Auch sportlich würde der Verein nicht in ein Loch fallen. Es ginge mit Ausnahme der ersten Mannschaft ganz normal weiter. Kein Grund also, sich Sorgen zu machen.

Die Zweifel einiger Pessimisten beruhen einzig und allein auf Erfahrungen aus vergangenen Tagen, als ein längst nicht mehr in Amberg lebender Geschäftsmann den Traditionsclub ungebremst in den Ruin trieb. Diese Geschichte wird sich sicher nicht wiederholen. Manfred Postler besitzt nämlich auch die Fähigkeit, Sicherheitsmechanismen nicht nur einzubauen, sondern auch zu zementieren.
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