Kommentar von Thomas Kosarew
Für 'nen Appel oder 'n Ei

Wer früher von der Emailfabrikstraße nach links in die Marienstraße abbiegen wollte, wurde schnell zum Hindernis. Vor allem in den Stoßzeiten mussten Autofahrer oft sehr lange auf eine sich bietende Lücke warten. Die Folge waren unzählige Staus, die auch ein Sicherheitsrisiko darstellten. Dann kam die Rettung - der Mini-Kreisel. Aus heutiger Sicht unvorstellbar, dass die Marienstraße ohne ihn nicht kollabiert ist. Spätestens jetzt würde sie es. Die Schadstoffbeseitigung hinter der Sparkasse und der Agentur für Arbeit raubt dem Quartier noch länger wertvolle Stellplätze.

Das Vorhaben, vor den Toren der Innenstadt eine Dienstleistungsmeile zu schaffen, ist aufgegangen. Nicht aber das Parkkonzept. Wenn es das jemals gab. Auf der Freifläche hätte auch ein Parkhaus entstehen können. Doch dann hätte Amberg die Zuschüsse für die vorangegangene Altlastenentsorgung zurückzahlen müssen. Die große Chance, den Druck zu nehmen, war damit vertan. Nun soll ein weiteres Geschäftsgebäude gebaut werden. Die bis dato ansässigen Händler fragen sich, wo dann geparkt werden soll.

Sabine Augustin zum Beispiel bezahlt pro Monat 400 Euro für ihre zehn Kundenparkplätze. Doch trotz der Schranke finden gewiefte Autofahrer immer wieder Wege, günstig an einen freien Platz zu kommen. "Die kaufen für 39 Cent ein Ei, holen sich eine Münze und gehen wieder." Es ist zu befürchten, dass ein weiteres Dienstleistungsgebäude trotz öffentlicher Parkplätze die Situation womöglich noch weiter verschärft. Vor allem wenn man weiß, dass die Regensburger Straße wegen der Sanierung der Bahnbrücke eines Tages länger gesperrt werden muss. Der Verkehr rollt dann über die Marienstraße. Willkommen, Super-Kollaps!



Polizeibericht Einbrecher im D-Programm

Amberg. (upl) Binnen zweier Tage verzeichnete die Polizei zwei Einbruchsversuche in der Sebastian-Kneipp-Straße. Zunächst machte sich am Freitag zwischen 18.30 und 19.30 Uhr jemand am Terrassenfenster eines Reihenhauses zu schaffen. Möglicherweise weil eine Scheibe zu Bruch ging, suchte der Unbekannte das Weite. Einen Tag später, in der Zeit zwischen Samstagnachmittag und Sonntagmorgen, versuchte sich ein ungebetener Gast an der Terrassentür eines Wohnhauses in der Nachbarschaft. In beiden Fällen hofft die Polizei auf Hinweise aus der Bevölkerung (Telefon 0 96 21/89 00).
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.