Kommentar von Thomas Kosarew
Große Lösung muss her

Im Prinzip sind sich alle einig. Das, was auf dem ehemaligen Bürgerspital-Areal und im einstigen Forum entstehen soll, muss die Attraktivität der Altstadt steigern. Doch das ist leichter gesagt, als getan. Ulrich Schmid liegt genau richtig, wenn er sagt, dass Wohnungen nicht dazu beitragen. Wegen eines Penthouse-Appartements oder kleinerer Eigentumswohnungen, die vielleicht an Studenten vermietet werden, die ohnehin schon in Amberg sind, wird niemand in die Stadt fahren, um dort sein Geld auszugeben. Dienstleister wie Notare, Rechtsanwälte oder Ärzte passen da schon eher ins Konzept. Aber auch sie benötigen Parkplätze.

Das, was die Altstadt am dringendsten braucht, ist mindestens ein Kundenmagnet, am besten ein Lebensmittelmarkt oder, noch wichtiger, ein Vollsortimenter, wie es ihn vor den Toren der Stadt gibt und wie das alte Kaufhaus Storg einer war. Dieses Unternehmen könnte sich auf dem ehemaligen Bürgerspital-Gelände ebenso ansiedeln wie gegenüber im Forum. Das macht keinen Unterschied. Auf beiden Seiten wäre der Lieferverkehr unerlässlich.

An dieser Stelle hören wir sie schon wieder, die Beschwerdeführer, die ein Problem damit haben, dass Sattelschlepper durch die Fußgängerzone fahren müssen. Doch genau da liegt das Problem. Von Mobilfunk-Läden, Bäckerei-Ketten, Schuhgeschäften und schöne Erinnerungen an ein an sich gar nicht so schönes Mittelalter wird Amberg auf Dauer nicht leben können. In Zeiten, in denen die Leerstände gefühlt immer mehr werden, muss die große Lösung her. Parkplätze inklusive. Da darf es keine Rolle spielen, ob eine Hochgarage, die günstiger zu realisieren wäre als die Variante unter der Erde, eventuell aus einer ganz bestimmen Richtung den Blick auf den Mariahilfberg verbaut.
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