Kommentar von Thomas Kosarew
Nicht noch ein Leerstand!

Andreas Wörz könnte es sich leicht machen. Er könnte auch das Ring-Theater verkaufen, was an dieser exponierten Stelle der Altstadt sicher nicht sehr schwer sein dürfte. Der 48-Jährige, der im Prinzip in den beiden Amberger Kinos aufgewachsen ist, geht aber ganz bewusst einen anderen Weg. Er betrachtet seine Heimatstadt und sieht, dass die Zahl der Präsentationsräume nicht gerade überwältigend ist. Vielen Veranstaltern ist das ACC zu groß oder zu teuer, das Nebenzimmer einer Gaststätte dagegen zu klein. Sei es für die von Wörz beschriebene Angebotspalette, Firmenveranstaltungen oder Familienfeiern - Bedarf ist vorhanden.

Groß war der Aufschrei, als Thomas Scheimer den Club Habana zusperrte. Kein Stadtrat hat sich darüber gefreut. Jetzt bietet sich die einmalige Chance, dieses Konzept wieder zum Leben zu erwecken. Mehr noch: Ein Veranstaltungszentrum Ring-Theater wäre schon alleine wegen seiner Größe eine ganz andere Dimension und ein Grund mehr für Auswärtige, nach Amberg und in Richtung Bahnhofstraße zu kommen. Es muss im Interesse der Stadt sein, in unmittelbarer Nähe zum ehemaligen Kaufhaus Forum nicht noch einen Leerstand zu produzieren.

Nur zur Erinnerung: Die Familie Wörz gibt ihre Lichtspielhäuser nicht aus freien Stücken auf. Sondern wegen des Beschlusses, ein modernes Multiplex-Kino haben zu wollen. Daran sollten alle im Rathaus denken, wenn es demnächst darum geht, über die Zukunft des Ring-Theaters zu entscheiden. Und zwar möglichst rasch. Denn es darf nicht sein, dass ein Privatmann zum Wohle Ambergs die Initiative ergreift, eventuell aber noch eine gefühlte Ewigkeit warten muss, weil die Stadt auf dem Nachbargrundstück womöglich nicht in die Gänge kommt.
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