Kommentar von Wolfgang Houschka
Ende eines Alptraums

Der Alptraum ist vorüber. Für die Angehörigen und Freunde der mit 53 wuchtigen Messerstichen ermordeten Heike K. dauerte er 14 Monate. Jetzt haben sie Gewissheit, dass dieser Mann, der lebenslang hinter Gitter geschickt wurde, zumindest in den nächsten 15 Jahren nicht erneut zur Gefahr werden kann. Denn erst nach eineinhalb Jahrzehnten kann eine Freilassung von den Behörden geprüft werden.

Es war auch ein Alptraum für alle, die dem Prozess beiwohnen mussten.Denn dieser Angeklagte entlarvte sich von Beginn an selbst: aufbrausend, herrschsüchtig, drohend. "Ich habe meine Frau geliebt", warf er immer wieder in die Waagschale. Geliebt? Man fragte sich in diesem Gerichtssaal: Ist er überhaupt zu solchen Gefühlen fähig?

Ist es Liebe, wenn jemand nach 52 Messerstichen von sich gibt: "So geht es Menschen, die lügen und betrügen?" Kann von Zuneigung die Rede sein angesichts von Tobsuchtsanfällen, die zuvor auch schon drei weitere Ehefrauen erdulden mussten? Hinter dem 47-Jährigen haben sich gestern die Gefängnistore geschlossen. "Auf Totschlag im Affekt stehen drei bis vier Jahre", hatte er während der Ermittlungen einmal geäußert. Er wollte billig davonkommen und erhielt die Höchststrafe. Die Richter ließen sich nicht täuschen.

Noch eines bedarf nach diesem Urteil der Erwähnung. Bei der Kripo Amberg hat eine Frau den Fall bearbeitet und nichts unversucht gelassen, um Bilder der Tat und der Persönlichkeit des Täters lückenlos zu zeichnen. Das war, man muss es so ausdrücken, eine brillante Arbeit, die dem Schwurgericht klare Perspektiven eröffnete.



Polizeibericht

Zwei 13-Jährige stehlen Wodka

Kümmersbruck. (upl) Da stand wohl ein Besäufnis auf dem Programm: Zwei 13 Jahre alte Mädchen wurden am Donnerstag in Kümmersbruck dabei erwischt, wie sie eine Flasche Wodka stehlen wollten. Gegen 14 Uhr beobachtete ein Mitarbeiter eines Getränkemarktes in der Vilsstraße, wie die beiden Kinder die Schnapsflasche in eine Handtasche steckten. Als die Mädchen den Markt verlassen wollten, hielt sie der Angestellte fest. Kurze Zeit später kam auch schon die Polizei. "Die beiden 13-Jährigen waren sich offensichtlich darüber bewusst, dass sie den Schnaps nicht auf legale Weise hätten kaufen können", heißt es im Polizeibericht. Sie wurden den Eltern übergeben. Das Jugendamt erhält eine Notiz von dem Vorgang.
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