Kompost ist oft besser als die Mülltonne - Auch Küchenkrepp gehört hinein
Teebeutel zu Blumenerde

(dpa/tmn) Nicht alles, was wie Müll aussieht, ist auch welcher. Zum Verringern des Müllaufkommens trägt deshalb bei, zu überlegen, was kompostierbar ist und nicht in die Mülltonne gehört. Das gilt für viel mehr als nur für Rasenschnitt und Laubhaufen. Das Bundesumweltministerium empfiehlt für den Kompost zum Beispiel auch Küchenkrepp und Eierschalen.

Das kann nur ein kleiner Schritt sein, aber kein verkehrter: Pro Kopf verursachen die Menschen in Deutschland deutlich mehr Müll als im EU-Durchschnitt. Nach den Daten aus dem Jahr 2013, die das Statistische Bundesamt am Dienstag veröffentlicht hat, waren es 617 Kilogramm an Haushalts- und Verpackungsabfällen.

Alle Grünabfälle und außerdem Blumenerde, Laub, Reisig und Rasenschnitt gehören sowieso in die Bioabfall. Aber auch Teebeutel, Reste von Tee, Kaffeesatz und Kaffeefilter müssen nicht in den Müll. Sie kommen auf den Komposthaufen oder in die Biotonne. Das gilt zwar nicht für Papier generell, aber zum Beispiel auch für Taschentücher, Servietten, Küchenkrepp und Sammeltüten für Bioabfall aus Papier oder entsprechend gekennzeichneten biologisch abbaubaren Kunststoffen.

Bei Essensabfällen gilt: Haushaltsübliche Mengen von rohen, gekochten oder verdorbenen Nahrungsmitteln sind in der Biotonne okay. Das gilt auch für Reste von Brot und anderen Backwaren. Und auch Fischgräten oder Tierknochen dürfen in die braune Tonne - die Gräten am besten eingewickelt in Zeitungspapier.

Milchprodukte, zum Beispiel die Reste von Joghurt und Quark, aber auch Käsereste und Naturrinde vom Käse sind in der braunen Tonne richtig. Kein Problem sind außerdem die Schalen von Äpfeln, Birnen und Kartoffeln - genau wie Eierschalen.

Oft machen Haustiere zusätzlichen Abfall. Kein Problem im Biomüll sind Holzwolle und Sägespäne von unbehandeltem Holz sowie Kleintierstreu aus biologisch abbaubarem Material. Haare und Federn sind abbaubare Produkte und können ebenfalls in der Biotonne landen.
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