Kopfschütteln bei "Swinging Hats"
Briefe an die Redaktion

Der Veranstalter äußert sich zum Artikel zur Rauhnacht "Geisterbahnfahrt mit Problemen":

Nicht die Stadt, sondern die Veranstalter, die Linedance-Gruppe "The Swinging Hats" luden am Montag, 5. Januar, zur Rauhnacht am Oberen Markt von 18 bis 21 Uhr ein. Ab 18 Uhr trat planmäßig die Gauklergruppe auf. Auch planmäßig um circa 19 Uhr kamen die Oberpfälzer Schlossteufel - und damit nicht eineinhalb Stunden zu spät, wie zu lesen war. Genau dieser zeitliche Ablauf wurde auf 50 Großplakaten, 2000 Flyer und in 2 Vorberichten bei OTV kundgetan. Zudem versorgten nicht die Gaukler sondern "The Swinging Hats" die Bürger mit Glühwein, und die Firma Voit bot die Speisen an. Es gab keine Meldung, dass die Show von 18 auf 19.30 Uhr verschoben wurde, und es ist uns neu, dass es im Alten Rathaus ein "Brotzeitstüberl" gibt.

Aufgrund der vielen Fehler in diesem Artikel forderten wir eine Korrektur, die am Freitag, 9. Januar, auch in der Zeitung erschien. Die Zeiten wurden positiv korrigiert. Aber der Rest war wieder fehlerhaft. Diesmal sogar unser Name. Wir sind seit drei Jahren "The Swinging Hats" und nicht die "Swinging heads".

Es war die erste Veranstaltung dieser Art in Weiden, und die Resonanz der Besucher war positiv. Es bedarf einer Menge Organisation, Genehmigungen, vieler Helfer und Sponsoren und viel Verantwortung. Ein verärgerter Berichterstatter sollte in der Lage sein, seine Wut und seinen Frust nicht in den Artikel einfließen zu lassen, sondern reale, wahre Berichte abzugeben.

"The Swinging Hats"

Zwillinge schon in der 25. Woche

Zum Artikel "42 Kinder im Doppelpack" über das Perinatalzentrum Nordostbayern vom 10./11. Januar:

Laut Auskunft von Dr. Mark wurde das früheste Baby in der 26. Schwangerschaftswoche geboren. Das ist so nicht richtig. Unsere Zwillinge kamen am Januar 2014 bereits in der 25. Schwangerschaftswoche zur Welt. Beiden Mädels geht es bestens! Da wir dies vor allem der hervorragenden Arbeit des Perinatalzentrums zu verdanken haben, ist es mir ein Anliegen, ihren Bericht dahingehend zu berichtigen.

Wolfgang BrummetNeustadt/WN

Nicht unbedingt "Hunde-Hasser"

Zum Bericht "Hausdurchsuchung bei Hunde-Hasser" vom 10./11. Januar.

Wenn ein so grausamer Anschlag mit abgebrochenen Rasierklingen und Tapetenmessern in einem Köder verübt wird wie in der vergangenen Woche auf die Hündin Leika, ist die Öffentlichkeit darüber zu Recht empört, und es versteht sich von selbst, dass die Hundehalterin deswegen Anzeige gegen Unbekannt erstattet.

Die Polizei ist nun in einer schwierigen Lage, denn selbst für einen ausgebildeten Spürhund ist es nahezu unmöglich, ohne Mithilfe der Bürger eine heiße Spur des Täters zu finden. Insofern ist es auch verständlich, wenn die Polizei Zeugen darum bittet, ihr Beobachtungen mitzuteilen, die zur Aufklärung des Falles beitragen könnten. Mehr als fraglich erscheint mir hingegen, ob mit der sofortigen Anordnung einer Hausdurchsuchung durch die Staatsanwaltschaft bei einem durch eine einzelne Zeugenaussage Belasteten der juristische Grundsatz der Verhältnismäßigkeit der Mittel gewahrt ist.

Denn es könnte ja auch sein, dass der angebliche "Hunde-Hasser" früher selbst jahrelang Hunde liebevoll gehegt und gepflegt hat und zu dem Zeugen nur in schlechtnachbarlichen Beziehungen steht, weil er zum Beispiel darauf bestanden hat, dass dieser seinen eigenen Hund unter Kontrolle hält. Dass die Hausdurchsuchung erfolglos verlief und die Polizei dabei "an ihre Grenzen stieß", kann nicht wirklich verwundern. Gerade deshalb finde ich es jedoch am allerwenigsten verständlich, wenn in der Überschrift der Kurzmeldung der "64 Jahre alte Weidener" unumwunden als "Hunde-Hasser" bezeichnet wird - ohne Anführungszeichen und ohne das Adjektiv "mutmaßlich", das man sogar einem de facto überführten, aber noch nicht rechtskräftig verurteilten Verbrecher zubilligt. Ich will glauben, dass so etwas nur aus Gedankenlosigkeit geschehen ist, denn wäre dem nicht so, dann müsste man an Verleumdung, wo nicht gar öffentliche Hetze denken.

Am 12. Januar hat "Der neue Tag" auf Seite 16 unter der Überschrift "Liebe Leser" seine Richtlinien für die Publizierung von Leserbriefen dargelegt. Diese "dürfen keine beleidigenden und ehrenrührigen Ausdrücke enthalten". Es wäre wohl nicht zu viel verlangt zu erwarten, dass sich die Berichte selbst an diesen Grundsätzen orientieren und eine ähnliche Zurückhaltung auferlegen.

Dr. Hannsjörg BergmannWeiden

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