Korrektur auf Kosten der Kunden

"Volksbank zieht Bremse: Korrekturzins für Sparer":

Wie viele Kunden der Volksbank Nordoberpfalz habe auch ich im Dezember die Zinsgutschrift sowie die vertraglich vereinbarte Bonusgutschrift auf meinem Zielsparvertrag erwartet. Stattdessen wurde Anfang Dezember 2014 eine Belastung auf dem Konto verbucht mit Text "Storno" - ohne weitere Erklärung. Auf meinen schriftlichen Widerspruch und der Bitte um Erklärung, da es meines Wissens keine Rechtsprechung gibt, für Einlagen einen Negativzins oder wie die Volksbank es bezeichnet, Korrekturzins, berechnen zu dürfen.

Stattdessen wurde mir eine Frist bis 15. April 2015 gesetzt, auf meine ursprünglich vereinbarten Zinsen sowie den jährlich ansteigenden Bonus auf die Spareinlagen im laufenden Jahr zu verzichten. Ich soll mit 1,25 Prozent auf die Dauer von 6 Jahren zufrieden sein, ansonsten bekomme ich nur noch 0,75 Prozent variabel. Warum soll ich das unterschreiben? Die Bank verweist in der Zeitung trotzdem auf Wachstum und steigenden Marktanteil sowie zufriedene Kunden. Auf welche Kosten?

Wir als Kunden können doch auch nicht einfach unsere Darlehenszinsen nach unten korrigieren und müssen warten, bis die Zinsfestschreibung endet - oder? Warum soll ich also etwas unterschreiben, wenn die Bank meinen Zielsparvertrag, den ich seit 07/2010 mit monatlich 100 Euro anspare, einfach ignoriert und eigenmächtig zu ihren Gunsten Buchungen vornimmt, die mir weder vorher erklärt wurden noch vertraglich vereinbart sind?

Welche Kunden sind das, die nach wie vor der Volksbank Nordoberpfalz ihr Vertrauen schenken? Man trifft im Leben manchmal Entscheidungen, die falsch sind, aber damit muss man leben. Man darf sie nicht auf Kosten anderer korrigieren, auch eine Volksbank nicht.

Birgit Hierold, 19 92724 Trabitz
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