Korrektur war richtig
Briefe an die Redaktion

Zu den Artikeln "Begrenzung einzige Chance" vom 7. Oktober und "Flüchtlinge: Zahl überschaubar" vom 8. Oktober schreibt eine Leserin:

Ich bin froh, dass Bürgermeister Werner Nickl eine zentrale Aussage im Artikel "Begrenzung einzige Chance" revidiert und richtig gestellt hat. Inzwischen war zu lesen, dass Kemnath "keineswegs an den Grenzen seiner Aufnahme angelangt sei." Es hätte sonst der Verdacht entstehen können, die etwa 5400 Einwohner zählende Stadt käme mit der geringen Anzahl von 37 Flüchtlingen nicht klar. Eine solche Aussage wäre nicht nur lächerlich, sondern auch gefährlich gewesen. In einer Zeit, wo überall im Lande Flüchtlingsunterkünfte angezündet werden, dürfen seriöse und erfahrene Politiker so etwas nicht von sich geben.

Was Herr Nickl leider nicht berichtigt, ist seine wörtlich zitierte Formulierung hinsichtlich der Rolle der Stadt. Er sieht sie bei der Lösung der Flüchtlingsfrage als "Erfüllungsgehilfen vor Ort". Eine derartige Wortwahl muss bei allen ehrenamtlichen Helfern und wohl auch bei den eigenen Verwaltungsangestellten entsetztes Frösteln ausgelöst haben. Begingen sie suspekte oder gar kriminelle Handlungen, weil sie Menschen, die ihr Leben retten und in Frieden leben wollen, unterstützten und ihnen wohlwollend begegneten?

Gabi Zaus

Kemnath

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