Krankenhaus Tirschenreuth: Patienten profitieren von hochmoderner Ausstattung und erweitertem ...
Intensivstation nach Erneuerung kein Notfall mehr

Tirschenreuth. (tr) Am 12. November 2013 führten Landrat Wolfgang Lippert und Bürgermeister Franz Stahl den ersten symbolischen Hammerschlag für die Erneuerung und Erweiterung für der IMC/Intensivstation des Tirschenreuther Krankenhauses aus.

Der erste Bauabschnitt ist seit einem halben Jahr fertiggestellt und bereits im Betrieb. Dort stehen jetzt sechs IMC- und zwei hochmoderne Intensivplätze zur Verfügung. Am zweiten Bauabschnitt wurde bis zum Vortag der Einweihung gearbeitet. Hier sind nun sieben Intensivplätze vorhanden.

Insgesamt umfasst jetzt die neue Station sieben Ein- und ein Zweibettzimmer für die Intensivpflege und zwei Ein- und zwei Zweibettzimmer für die IMC-Pflege. Wichtigste Neuerung: Die Räume sind durch eine Schleuse mit dem Gang verbunden. Diese Maßnahme sei den multiresistenten Keimen geschuldet. Damit ließen sich die sogenannten Krankenhauskeime effektiv in Schach halten, unterstreicht der Regionalleiter Otto Tafelmeyer. Eine absolute Neuerung ist, dass jetzt das Dialysieren in der Intensivstation möglich ist. Bisher mussten die Patienten, die darauf angewiesen waren, nach Weiden verlegt werden. Jetzt könne man hier hervorragend mit dem Kuratorium für Heimdialyse im eigenen Haus kooperieren und wertvolle Zeit sparen. Mit insgesamt 662 Quadratmetern hat sich die Fläche der Intensiv-/IMC-Station mehr als verdoppelt. Zwei Millionen Euro wurden in die Maßnahme investiert, 1,8 davon kamen als Zuschuss vom Bezirk. 13 Firmen, davon 70 Prozent aus der Region haben daran gearbeitet. Die Station ist klimatisiert und konstant 23 Grad Celsius warm.

Ein weiterer großer Vorteil sind die erweiterten Abstell- und Lagerungsmöglichkeiten, zum Beispiel für Sterilgut. Auch die Erreichbarkeit des OP-Bereichs ist jetzt mit einem direkten Zugang zu den vier Sälen wesentlich effizienter. In der Intensiv-Abteilung sind 25 Mitarbeiter beschäftigt. Insgesamt arbeiten aktuell 251 Vollzeitkräfte im Tirschenreuther Krankenhaus, darunter 42 Ärzte und 105 Pflegekräfte.

Was bauliche Verbesserungen und Neuerungen betrifft, gibt es auch in Zukunft keinen Stillstand. So steht der Umbau der zentralen Patientenaufnahme, die sehr beengt ist, an und sollen die OP-Säle auf modernsten Stand gebracht werden. Beide Projekte stecken noch in den Kinderschuhen. Die Pläne sind fertig und sollen demnächst bei der Regierung eingereicht werden. "Jetzt hoffen wir, dass wir im Bauprogramm des Freistaates aufgenommen werden. Aber bis zum Baubeginn wird es sicher 2018", sagt der Regionalleiter.
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