Künstler mit Qualitäten
Aus zweiter Hand: Citroën C4 Picasso

Der Name täuscht nicht: Der Citroën C4 Picasso basiert auf dem kompakten C4. Optisch verbindet die beiden Modelle wenig, und auch funktional nimmt der Picasso seine Rolle als Familienvan ernst. Was die technische Qualität betrifft, kommt ihm womöglich die Gnade der späten Geburt zugute, denn der C4 Picasso, der zwei Jahre nach dem C4 auf den Markt kam, macht eine bessere Figur.

Ohne Schwächen ist der Franzose aber nicht. So bemängeln die Prüfer bei der Hauptuntersuchung (HU) laut dem "Tüv-Report 2015" öfter die Federn und Dämpfer, wie auch die Antriebswellen. Weit öfter als im Durchschnitt gibt es auch Probleme mit der Beleuchtung. Auffällig ist dabei, dass insbesondere neuere Exemplare zurückfallen. Am Antriebsstrang gibt es dagegen vor allem bei älteren Fahrzeugen öfter Ärger mit Ölverlust und in der Motorsteuerung. Doch auch neuere Picassos sind auffällig. Achsaufhängung, Bremsen und Lenkung sind dagegen meist solide.

Auch die Pannenhelfer des ADAC beurteilen den Picasso deutlich zuverlässiger als den C4. Vor allem dessen Elektronikprobleme seien dem Van weitgehend fremd. Und so macht der ADAC nur wenige Pannenschwerpunkte aus. So leiden Diesel der Baujahre 2006 und 2007 öfter unter Störungen im Motormanagement, wogegen diverse Softwareupdates halfen. Und bei Modellen von 2007 verstopften auch die Partikelfilter öfter.

Licht und Luft

In den Jahren 2006 bis 2013 wurde die erste Generation des C4 Picasso gebaut. Den Anfang machte die Version mit langem Radstand, die 2007 mit dem Start des kurzen Picasso in Grand Picasso umbenannt wurde. Rund zwölf Zentimeter trennen die beiden in der Länge und optional auch zwei Sitzplätze, denn als Siebensitzer gibt es nur den Großen. Der bietet mit bis zu 1951 Litern Kofferraumvolumen natürlich auch sonst mehr Platz. Mit Panorama-Windschutzscheibe und einem optional erhältlichen Glasdach glänzen beide mit ganz viel Licht und Luft.

Das Motorenangebot des C4 Picasso umfasst Benziner mit 1,6, 1,8 und 2,0 Litern Hubraum, die zwischen 120 PS und 156 PS leisten. Ein 1,6-Liter-Diesel leistet zwischen 109 PS und112 PS, der 2,0-Liter-Diesel ist mit 136 PS bis 163 PS erhältlich.

Diesel ab 5000 Euro

Am wenigsten zahlt man auf dem Gebrauchtmarkt laut Schwacke für den siebensitzigen C4 Picasso 1.8 16V Advance von 2006. Der hat dann etwa 117 200 Kilometer auf der Uhr und kostet rund 4950 Euro. Ein C4 Picasso VTi 120 Cooltech von 2010 ist dagegen für 9100 Euro zu haben (69 200 Kilometer). Für einen jungen Grand Picasso THP 155 Exclusive mit sieben Sitzen und automatisiertem Sechsganggetriebe von 2013 werden etwa 16 600 Euro fällig (32 550 Kilometer).

Auf der Suche nach einem Diesel wird man ab etwa 4550 Euro fündig, so Schwacke. Dafür bekommt man einen 1.6 HDi Advance mit sieben Sitzen von 2006 und einer Laufleistung von rund 158 600 Kilometern. Für einen C4 Picasso 2.0 HDi Exclusive mit Automatik von 2009 sind circa 9750 Euro einzuplanen (111 800 Kilometer). Den gut ausgestatteten und kräftigen HDi 165 Black Top mit Automatik von 2013 finden Interessenten laut Schwacke für 18 250 Euro mit etwa 48 050 Kilometern auf der Uhr.
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