"La Vialla"aus der Toskana räumen in Nürnberg ab
Preise im Schubkarren

Wenn es Preise gibt, hat die gesamte Belegschaft von "La Vialla" aus der Toskana einen Auftritt: Die italienischen Bio-Weinmacher reisten geschlossen aus Italien nach Nürnberg an. Bild: hou

Sie kamen mit der ganzen Mannschaft und stellten sich in Nürnberg unter einen Regen aus Gold und Silber. Die Fattoria "La Vialla" aus der Toskana räumte bei der Nürnberger "Biofach"-Messe ab wie vor ihr kein anderer Weinhersteller.

Nürnberg. "Mundus Vini" hatte vor Wochen schon in Neustadt an der Weinstraße seine Juroren an einen Tisch geholt. Da wurde dann über Tage hinweg verkostet, geprüft und abgewogen, ging es um die besten Bio-Weine aus europäischen Anbaugebieten. Bei der Messe "Biofach" in Nürnberg überreichte nun der bei "Mundus Vini" für die Degustation zuständige Christian Wolf die Preise.

Zum Beispiel an den pfälzischen Winzer Christian Schwarztrauber, der die Ehre hat, sich ab sofort "Bester Erzeuger auf nationaler Ebene" zu nennen. Doch Christian Schwarztrauber aus Neustadt/Mußbach und alle anderen, die sich der Konkurrenz stellten, mussten respektvoll anerkennen, dass es da eine Truppe gab, die 800 Kilometer weit aus Italien nach Franken angereist war und in Nürnberg grandios abräumte. Sieben Gold- und acht Silbermedaillen, dazu einmal "Großes Gold", gab es für die Fattoria "La Vialla", die in der Nähe des kleinen Städtchens Arezzo in der Toskana ansässig ist. Das hatte zuvor keiner geschafft.

Mit dem biologisch erzeugten Wein ist das so eine Sache. Man muss selbst gesehen haben, wie es die Brüder Gianni, Antonio und Bandino Lo Franco auf ihrem Anwesen nahe dem Dörfchen Castiglion Fibocchi machen. Sie lassen sich bei der Arbeit stets hinter die Kulissen schauen. Nicht nur beim Ausbau exzellenter Weine. Die Brüder Lo Franco produzieren auch Käse, Olivenöl, Nudeln und andere leckere Sachen. Zusammen mit einer Mannschaft, die hoch motiviert zur Sache geht.

"Hipp Hipp Hurra!"


Das toskanische Team war zusammen mit den Brüdern Lo Franco nach Nürnberg angereist und es verbreitete eine Stimmung, als wäre die "Squadra Azzurra" soeben Fußballweltmeister geworden. "Hipp Hipp Hurra!" und ausgelassene Freude. Denn die "La Vialla"-Mannschaft (in der sich auch etliche Damen befinden), bekam neben den 16 Medaillen für vorzügliche Weine auch den Titel "Bester Erzeuger international" zugesprochen. Damit wiederholte sich für die Lo Francos der Erfolg von 2015.

500 Weine und ihre Winzer hatten sich heuer dem Wettbewerb gestellt. Die Lo Francos, die ihre Erzeugnisse nur über Bestellung abgeben, ragten unter allen heraus. Zum Beispiel mit dem "Vin Santo del Chianti 2011", der den Juroren "Großes Gold" wert war. Ein süßer Dessertwein, in den man die im eigenen Haus hergestellten harten Kekse tauchen kann, die so zu einem Geschmackserlebnis werden.

Tiefe Zufriedenheit


Zum Schluss fuhren Antonio, Gianni und Bandino Lo Franco ihre Trophäen mit dem Schubkarren weg. Keine Überheblichkeit. Viel mehr Ausdruck tiefer Zufriedenheit darüber, dass ihre Bio-Weine vom Allerfeinsten sind und sich auch preislich sehen lassen können.
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