Lack und Chrom in Genf

Zum traditionellen Frühlingsstart zeigen die Automobilhersteller im grellen Scheinwerferlicht, was sie zu bieten haben: viel Lack und Chrom. "Klotzen statt Kleckern" lautet die Devise auf dem Genfer Autosalon (bis 15. März) bei jeder Menge Welt- und Europapremieren. Rund 700 000 Besucher werden erwartet. Hier die wichtigsten Neuheiten.

Alfa Romeo

Der 4C Spider hat seinen ersten Auftritt in Europa. Der 240 PS starke Aluminium-Turbomotor des Italo-Fegers beschleunigt aus dem Stand auf Tempo 100 in 4,5 Sekunden. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt über 250 km/h. Die Markteinführung ist weltweit für den Sommer geplant.

Audi

Der neue Mittelmotor-Sportler R8 dominiert den Stand. Er ist mit acht und zehn Zylindern zu haben - und auch als Stromer namens e-tron. Ebenfalls ein Knaller ist die neue Prologue-Studie, die auf den künftigen Oberklasse-Kombi A9 Avant hinweist. Auch der neue große SUV Q7 ist einer der Audi-Schwerpunkte - trotz massiver Abspeckkur. Ganz neu ist die Variante mit Plug-in-Hybridantrieb. Die neue sportliche Speerspitze der Kompakt-Baureihe A3 markiert künftig der neue RS3 mit 367 PS.

Bentley

Die feine VW-Tochter präsentiert Feinschliff bei der Luxus-Coupé-Familie Continental GT Die Oberklasse-Limousine Flying Spur kommt mit neuen Komponenten für Antrieb, Elektronik und Innenraumkomfort.

BMW

BMW hat den Van 2er Gran Tourer für die bis zu siebenköpfige Großfamilie am Start. Außerdem dabei: der überarbeitete 1er.

Cadillac

Die Mittelklasse-Limousine ATS-V ist ab Spätsommer in Europa zu haben. Es ist der erste Cadillac mit Twin-Turbo-Motor, mit 460 PS und einem Drehmoment von mehr als 600 Nm. Der etwas größere Viertürer CTS-V wird ab Anfang 2016 nach Europa kommen. Sein mächtiger 6,2-Liter-V8-Motor mit Kompressoraufladung stellt 649 PS und maximal 855 Nm Drehmoment parat. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 323 km/h.

Citroen

Der Berlingo steht für den kompakten Raumtransporter. Die jüngste Version ist an einer flacheren Frontscheibe und einem "knackigeren" Design zu erkennen. Sein Debüt gibt außerdem der neue DS5, die Edel-Variante des Mittelklässlers C5.

Edag

Mit dem Light Cocoon will Autozulieferer EDAG zeigen, wie Leichtbau aussehen könnte. Das 3D-gedruckte Rahmengerüst der Karosserie ist mit Textilstoff bezogen. Dieser stammt vom Outdoor-Spezialisten Jack Wolfskin.

Ferrari

Der Supersportwagen 488 GTB mit 670 PS erledigt den Standardsprint von null auf 100 km/hin 3,0 Sekunden.

Fiat

Fiat präsentiert seinen Lastesel Doblo. Neben den "zivilen" Ausführungen des Hochdach-Kombis ist auch eine "Trecking"-Version im Offroad-Look zu sehen, außerdem der Mini-SUV 500X und eine neue Variante des Kleinwagens Panda.

Ford

Zu sehen sind die ST-Sportmodelle des Kleinwagens Fiesta und des Kompakten Focus ST sowie der Allrad-Sportler Focus RS mit jetzt 320 PS. Ebenfalls am Stand: der Mittelmotor-Sportwagen GT mit mehr als 600 PS und der Mustang, der in Deutschland ab 35 000 Euro zu haben sein wird. Für das Cabrio startet die Preisliste bei 39 000 Euro. Für die auch nicht ganz unwichtige Abteilung "Vernunftauto" ist der neue Van Ford S-Max zuständig.

Honda

Die Serienversion seines neuen Hybrid-Sportwagens NSX zeigt Honda erstmals in Europa. Außerdem hat die "scharf" gemachte "Type R"-Sportvariante des Kompaktklasse-Modells Civic ihr weltweites Debüt. Und die Japaner haben die Serienversion der noch 2015 startenden Neuauflage des SUV HR-V und die dritte Modellgeneration des geräumigen Kleinwagens Jazz im Gepäck. Einen Blick in die Zukunft wirft Honda auch mit der Studie FCV Concept.

Hyundai

Der ix35-Nachfolger Tucson mit Front- oder Allradantrieb rollt Ende August zu den Händlern. Das i20 Coupé präsentiert sich als eigenständiger Dreitürer, außerdem sind die facegelifteten Versionen des Kompakten i30 und des Mittelklässlers i40 zu sehen.

Infiniti

Halb Coupé, halb SUV: Die Nissan-Nobel-Tochter Infiniti gibt mit dem QX30 Concept einen Vorgeschmack auf ein neues kompaktes Crossover-Modell.

Jaguar

Der Schwerpunkt auf dem Jaguar-Stand liegt auf der neuen Mittelklasse-Limousine XE, die im Juni starten soll. Die Preisliste beginnt bei 36 500 Euro. Außerdem machen die Briten Lust auf den Frühling und fachen das Interesse am F-Type Cabrio weiter an mit neuen Versionen mit Alltradantrieb, mit Sechsgang-Handschalter und als Power-Variante namens "R" mit 550 PS.

Land Rover

Land Rover steht mit seinem aufgefrischten und erneuerten Portfolio gut da und kann sich in Genf auf Feinarbeiten konzentrieren - und zwar in Form des rundum aktualisierten SUV Range Rover Evoque.

Lexus

Die viertürige Limousine GS-F soll beeindruckende Fahrleistungen und perfekte Handling-Eigenschaften bieten. Verantwortlich dafür sind unter anderem der 5,0-Liter-V8-Saugmotor mit 473 PS und 527 Nm maximalem Drehmoment.

Mazda

In Genf steht die Europapremiere des neuen SUV Mazda CX-3 im Mittelpunkt des Geschehens. Neben dem Crossover-Novizen präsentieren die Japaner den neuen Kleinwagen Mazda2, die Neuauflage der Roadster-Legende MX-5 sowie die überarbeiteten Varianten des SUV CX-5 und der Mittelklasse-Limousine Mazda6.

McLaren

McLaren zeigt die rund 1000 PS starken Rennstrecken-Variante P1 GTR. Kaufen dürfen ihn nur Kunden, die schon im Besitz einer P1-Straßenversion sind.

Mercedes

Highlight: die neue Chauffeurs-Limousine Mercedes-Maybach S 600 Pullman mit 6,50 Metern Länge und Preisen ab 500 000 Euro. Außerdem im Fokus: die Geschwister CLA Shooting Brake und CLA 45 AMG Shooting Brake sowie der Kundensport-Rennwagen Mercedes-AMG GT3. Das GLE Coupé im Stil des erfolgreichen BMW X6 wird erstmals in Europa gezeigt.

Mitsubishi

Die inzwischen fünfte Auflage des Pick-up-Klassikers L 200 soll die praktischen Talente seiner Vorgänger übertreffen und mehr Komfort bieten. Angetrieben wird er von einem neu entwickelten 2,4-Liter-"Clean Diesel"-Triebwerk mit 154 oder 181 PS. Ebenfalls zu sehen ist ein Blick in die Zukunft der kompakten SUV-Baureihe ASX.

nanoFlowcell

Ein Elektroauto mit 1000 Kilometern Reichweite zeigt das Lichtensteiner Start-up-Unternehmen nanoFlowcell. Das 2+2-sitzige Konzeptfahrzeug namens "Quantino" soll mit 200 km/h Spitze sportliche Fahrleistungen bieten. Die Besonderheit ist sein Niedervolt-Elektro-Antrieb in Kombination mit einer Nassbatterie.

Opel

Der "Karl" als neues Einstiegsmodell der Marke steht auf der Bühne. Der Fünftürer wird ab 9500 Euro angeboten. Zweiter Premierendarsteller ist der Corsa OPC.

Peugeot

Nach drei Jahren Laufzeit hat Peugeot den 208 überarbeitet, optisch wie technisch. Sein Spardiesel 1.6 HDi soll 3,0 Liter Kraftstoff auf 100 km verbrauchen.

Renault

Renault platziert in Genf zwischen dem Captur und dem deutlich größeren Koleos das SUV-Modell namens Kadjar. Der 4,45 Meter lange Neuling soll mit viel Platz, einer schicken Optik und aktueller Konnektivitäts-Technik durchstarten.

Seat

Es lebe der Sport - heißt es bei Seat, wo der brandneue Leon ST Cupra Lust auf Ladung und Leistung machen soll.

Skoda

Die Tschechen sind in Genf ganz auf Superb eingestellt. Am sparsamsten ist der 1,6 TDI GreenLine mit 120 PS mit 3,7 Litern Verbrauch auf 100 km. Die Markteinführung ist für Mitte 2015 geplant. Die Preise sollen unter 25 000 Euro starten.

SsangYong

Der Tivoli reiht sich in die Phalanx der kleinen SUV vom Schlage eines Opel Mokka oder eines Renault Captur ein.

Subaru

Die Allrad-Spezialisten bauen ihr Modellprogramm aus. Sie zeigen als Europa-Premiere den Levorg, einen kompakten Allrad-Kombi. Außerdem sind der SUV Subaru Forester mit Diesel-Boxermotor und stufenloser Automatik sowie der SUV-Kombi Outback dabei.

Suzuki

Die iK-2-Studie des japanischen Kleinwagen- und Allradspezialisten soll Appetit auf ein künftiges Kompaktfahrzeug machen. Dem zweiten Neuling namens iM-4 fällt die Aufgabe zu, die Fans der kleinen Geländewagen LJ 80 und Jimny aufs Design der Zukunft vorzubereiten.

Tesla

Tesla hat das Model S mit "Dualmotor" genanntem Allradantrieb dabei. Dank zweier Elektro-Motoren, einem an der Vorder- und einem an der Hinterachse, kann das Model S das Drehmoment an den Vorder- und Hinterrädern separat steuern.

Toyota

Der neue Avensis ist vor allem in Sachen Komfort- und Sicherheitsausstattung auf den aktuellsten Stand gebracht worden und hat seinen Verbrauch reduziert.

Volkswagen

Volkswagen präsentiert den neuen Touran, den facegelifteten Sharan und die Schotterstraßen-Version des Passat namens "Variant Alltrack". Weltpremiere feiert auch der Golf GTD Variant. Er hat einen 184 PS starken TDI-Motor unter der Haube. Ebenfalls neu: Der 300 PS starke 2,0-Liter-Vierzylinder-Turbobenziner des Golf R Variant katapultiert den kompakten Allrader mit 605 Liter bis 1620 Liter Laderaum in 5,1 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100. Die Kollegen von VW-Nutzfahrzeuge steuern den neuen Caddy bei, der im Juni in den Verkauf startet.

Volvo

Der Auftritt wird vom neuen großen Premium-SUV XC90 dominiert. Von diesem neuen Spitzenmodell stehen auf dem Genfer Stand gleich fünf verschiedene Versionen und Ausstattungen, etwa der T8 Plug-in-Hybrid mit 400 PS und einem Normverbrauch von 2,5 Litern. Außerdem zu sehen: die Cross-Over-Modelle Volvo V60 und S60 Cross Country. (mid)
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