Lang, flach und funktional

Der neue Renault Espace: Aus dem einstigen Raumkreuzer wurde eine Art Mischung aus Van, SUV und Limousine. Bild: Renault

Der Renault Espace als üppig verglaster, kantiger Raumtransporter - das war einmal. Die jüngste Generation des großen Franzosen setzt auf viel Platz bei eleganten, fließenden Formen.

So etwas wie ein TGV (train à grande vitesse, oder auf deutsch: Hochgeschwindigkeits-Zug) auf Rädern schwebte den Designern vor: lang, flach, funktional und trotzdem schick. Anfang Mai startet das Renault-Spitzenmodell zu Preisen ab 33 550 Euro.

Aus dem großen Familien-Transporter wurde eine Art Mischung aus Van, SUV und Limousine. Mit 4,86 Metern Länge und einer auf 1,68 Meter reduzierten Höhe in Kombination mit den fließenden Formen haben die Franzosen einen echten Beau auf die Räder gestellt. Der Innenraum wirkt wie eine coole Lounge mit modernen Elementen, vor allem wegen des 8,7 Zoll großen, hochkant ins Armaturenbrett gestellten Touchscreen, über den sich fast alle Bedienschritte erledigen lassen. Doch das Scrollen durch die Menüs und Untermenüs sollte der Fahrer erst einmal im Stand üben. Ein echtes Designer-Stück ist auch der Automatik-Wählhebel, der den Cockpit-Charakter im neuen Raumgleiter noch einmal verstärkt.

Die in den höheren Ausstattungs-Versionen vielfach verstellbaren Vordersitze mit Massage-Funktion machen einen langstreckentauglichen Eindruck. In Reihe zwei sitzt man mit gewaltigem Fußraum leicht erhöht beinahe wie im Kinosaal. Deutlich enger geht es naturgemäß auf den zwei optionalen Sitzen in Reihe drei zu. Ein echt praktischer Spaß: Das kleine Tastenfeld hinten im gewaltigen Kofferraum (680 Liter bis 2 101 Liter Volumen), mit dem man die drei oder fünf hinteren Sitzgelegenheiten entweder auf einmal oder einzeln umklappen kann. Bei Bedarf funktioniert das Klapp-Spiel dank des Multimedia-Systems namens R-Link 2 auch über den Touchscreen.

Das Fahrverhalten unterscheidet sich je nach gewähltem Programm sehr deutlich. Wo der Espace in Stufe "Comfort" noch sanft um Ecken schwingt und das je nach Motor sechs- oder siebenstufige Doppelkupplungs-Getriebe sehr früh hochschaltet, geht im "Sport"-Modus ordentlich die Post ab. Auf Langstrecken dürfte die als "Neutral" bezeichnete goldene Mitte zwischen den beiden Extremen die beste Wahl sein.

Zwei Vierzylinder-Diesel mit 130 und 160 PS und ein 200 PS starker Vierzylinder-Benziner mit je 1,6 Liter Hubraum stehen zur Wahl. Die Preisliste startet bei 33 550 Euro. (mid)
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