Leistungen von Pfarrer Kellner unbestritten
Leserbriefe

Zum Leserbrief "Oberlehrer aus Niederbayern" vom 28. Februar:

Der frühere Pfarrer Hermann Kellner in Mantel hat in seiner Amtszeit einige wichtige Projekte umgesetzt, unterstützt durch eine aktive Kirchenverwaltung. Die Leistungen seines Vorgängers sind unbestritten und sehr anerkannt. Dass die ganz großen, geldintensiven Kirchenprojekte durch Kellner nicht realisiert werden konnten, ist allein durch diözesane Zuschussrichtlinien bedingt, die Wartefristen von mindestens 20 Jahren vorschreiben.

Beträchtliche Gelder konnten in dieser langen Amtszeit angespart werden, die nun den Kirchenprojekten Außen- und Innenrenovierung der Pfarrkirche, der Moritzkirche und dem Neubau der Kinderkrippe des Kinderhauses zugutekamen und kommen. Ohne diese Mittel wären diese Maßnahmen nicht denkbar. Außerdem bleibt festzuhalten, dass Pfarrer Spießl zur Verleihung der Bürgermedaille nicht eingeladen war.

Der Rückgang des Kirchenbesuchs ist kein spezifisches Manteler Phänomen, sondern eine gesellschaftlich-kirchliche Entwicklung, die gerade die deutschen Pfarrgemeinden - katholisch oder evangelisch - besonders stark betreffen.

Die Wahl des Kirchenpflegers ist durch die Stiftungsordnung klar und eindeutig geregelt. Die neu gewählte Kirchenverwaltung bestimmt hierfür eine Person, die nicht unbedingt ein gewähltes Mitglied sein muss. So wurde es in einigen anderen Pfarreien gehandhabt, so auch bei uns in Mantel.

Jahresrechnung und Haushaltsplan der Kirchenstiftung werden vom Kirchenpfleger und von der Kirchenverwaltung, der selbstverständlich der Pfarrer als Vorstand angehört, geprüft, durch förmlichen Beschluss anerkannt und zwei Wochen lang für die Gemeindemitglieder offengelegt. Die kirchliche Stiftungsaufsichtsbehörde entscheidet nach durchgeführter Revision über die Entlastung der Kirchenverwaltung und Genehmigung der Jahresrechnungen.

2007 erfolgte nicht eine Eingliederung der Pfarrei Mantel nach Neunkirchen, sondern die Bildung einer Pfarreiengemeinschaft Mantel/Neunkirchen mit Pfarrsitz Neunkirchen, wie auch flächendeckend in der ganzen Diözese so geschehen. Die Selbst- und Eigenständigkeit der Pfarrgemeinden oder Kirchenstiftungen blieb davon unberührt.

Die Unkenntnis des Verfassers des Leserbriefes über die Verfahrensabläufe in der Kirchenverwaltung führte in diesem Fall zu wilden Spekulationen und persönlichen Unterstellungen, denen wir hiermit mit aller Entschiedenheit entgegentreten möchten. Wir möchten betonen, dass die Zusammenarbeit mit unserem Pfarrer nicht besser sein könnte.

Für die Mitglieder der katholischen Kirchenverwaltung Mantel St. Peter und Paul

Wolfhard Erling

Kirchenpfleger

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