Leserbrief "Arbeitsrechtliche Vorschriften nicht beachtet"

Zum Artikel "Guthaben sinkt um 80 Prozent" und zur angefügten Zeittafel (Sulzbach-Rosenberger Zeitung vom Dienstag, 31. März) äußert sich der ehemalige Leiter des Mehrgenerationenhauses in Illschwang:

Während der gesamten Betriebszeit des Mehrgenerationenhauses Illschwang in Trägerschaft des Diakonievereins Illschwang-Kastl e.V. ist das Vereinsvermögen unverändert geblieben. Der Umzug an den neuen Standort war wegen Ausweitung der erfolgreichen Angebote unumgänglich und vom damaligen Vorstand einstimmig beschlossen. Für das Anlaufjahr war sogar eine zusätzliche einmalige Defizitgarantie von bis zu 5000 Euro in Aussicht gestellt.

Dem Träger und auch der politischen Gemeinde sind alle verfügbaren Unterlagen über die Finanzentwicklung zeitnah und umfassend zur Verfügung gestellt worden. Der Rückgang der Spenden im Jahr 2014 ist eindeutige Folge der Kündigung des Standortes und meiner Person als ehemaliger Leiter des Mehrgenerationenhauses. Der Rückgang des Vereinsguthabens ist sowohl auf die Kündigung von Arbeitsstätte und Arbeitsverhältnis als auch auf Nichtbeachtung arbeitsrechtlicher Vorschriften zurückzuführen.

Schon nach einem halben Jahr nach Start der Arbeit am neuen Standort hat der Träger die erwähnten Kündigungen ausgesprochen, obwohl entgegen seiner Zusage das Anlaufjahr längst nicht zu Ende war. Somit konnte die Tragfähigkeit der erweiterten Arbeit am neuen Standort leider nicht ausreichend belegt werden.

Weder der Diakonieverein noch die politische Gemeinde haben mir jemals ein offizielles Angebot für eine Halbtagesbeschäftigung unterbreitet.

Die frühere Vorsitzende des Diakonievereins, Frau Margarete Koch, hat in der Jahreshauptversammlung im März 2014 ihren Rücktritt vom langjährigen Vorsitz mit gesundheitlichen Problemen begründet.

Die als Beispiel für eine "Abkühlung" des Vertrauensverhältnisses angeführte Absage von Musikgruppen beim Gemeinde-Diakoniefest ist ausschließlich in der fehlenden Beteiligung von Kindern wegen des Altstadtwochenendes in Sulzbach-Rosenberg begründet. Eine Mitwirkung von mir ist dabei nicht gegeben, da Auftritte der Musikgruppen von den Musiklehrern eigenverantwortlich organisiert wurden.

Insgesamt erweckt der Artikel den Eindruck, dass alle Beteiligten außer mir sich um die Fortführung der Mehrgenerationenarbeit mit besten Absichten eingesetzt haben, jedoch wegen meiner angeblich fehlenden Kooperation daran gehindert worden sind. Für eine solche Unterstellung gibt es keine Grundlage. Alle damit unterschwellig zugewiesenen Schuldzuweisungen weise ich entschieden zurück.

Helmut Kellner, Illschwang

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