Leserbriefe Aus Portokasse bezahlen

Zum Artikel "Die Kosten explodieren":

Dass sich geschätzte Kosten für ein Bauvorhaben oder Sanierungen im Laufe der Maßnahmen vervielfachen, ist anscheinend normal. Prominente Beispiele wie die Elbphilharmonie in Hamburg oder der Berliner Flughafen sind längst bekannt, deshalb ist die Verdopplung der Sanierungskosten für den Turm von St.Martin auch kein Aufreger.Verwundert bin ich darüber, dass im "Angemerkt" auf derselben Seite wieder einmal Spender dringender denn je gesucht werden.

Die sehr gut recherchierte Dokumentation "Vergelt's Gott - Der verborgene Reichtum der katholischen Kirche" der ARD vom 8. September 2014 zeigte auf, dass die katholische Kirche in einem Geflecht von Gesellschaften, Vereinen und Stiftungen Milliardenvermögen verborgen hält.

Da sollten doch die Mehrkosten für St. Martin aus der Portokasse beglichen werden können. Bei jeder maroden Dachziegel, jeder zu sanierenden Orgelpfeife oder Treppenstufe einer Kirche sofort zu Spenden aufzurufen, ist für mich angesichts dieses gigantischen Reichtums in keinster Weise nachvollziehbar. Die Zeiten des Ablasshandels gehören seit Martin Luther der Vergangenheit an.

Klaus Groß, Amberg

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