Leserbriefe "Behauptungen entbehren jeder Grundlage"

Bei der Schwandorfer Bürgerversammlung am 26. November war die Situation der Naab zwischen Fronberg und Schwandorf wieder einmal Thema. Günter Baumgartner hatte sich zu Wort gemeldet. Wir berichteten in der Samstagsausgabe (28. November). Nun erreichte uns unter der Überschrift "Alle Jahre wieder" eine Reaktion des Turbinenbetreibers.

Wie in jedem Jahr, ergriff auch diesmal wieder der "Naabschützer" Günter Baumgartner das Wort und wetterte von angeblich unhaltbaren Zuständen an der Naab. Durch den Turbinenbetrieb in Fronberg soll die Naab im ca. 2 km unterhalb gelegenen Schwandorf verschlammen und "die ganze Naab hops gehen". Die Strömung in der Krondorfer Naab sei zu gering, der Turbinenbetreiber (meine Person) nehme zu viel Wasser. Herr Baumgärtner monierte auch, dass die Behörden untätig seien und nicht kontrollieren, wie viel Wasser durch das Kraftwerk läuft.

Tatsache ist aber, dass die Behörden auf Veranlassung von Herrn Baumgartner das Kraftwerk kontrollierten und auch den Abfluss der Turbine feststellten. Ergebnis: Keine Beanstandung! Einen Zusammenhang mit der Verschlammung in Schwandorf konnten sie durch den Betrieb des Kraftwerkes auch nicht herstellen. Vor Jahren behauptete Herr Baumgartner noch dreist, dass im Hammergraben in Fronberg soviel Wasser abgeleitet würde, dass die eigentliche Hauptnaab trocken falle.

Wer die Situation vor Ort kennt, weiß, dass das gar nicht möglich ist, da das Krondorfer Wehr bis nach Fronberg staut. Im übrigen führt die Naab im Mittel ca. 34 Kubikmeter pro Sekunde Wasser, die Turbine kann aber nur maximal etwa 11 Kubikmeter je Sekunde verarbeiten. Allein dieser Umstand führt die Behauptungen des Herr Baumgartner ad absurdum. Die Behörden sehen auch generell keinen ökologisch akuten Handlungsbedarf hinsichtlich der Naab in Schwandorf, da ein paar Verlandungszonen sicherlich nicht störend für die Flussökologie sein können.

Als früherer Mitarbeiter der Gießerei Fronberg und Angelbeauftragter war Herr Baumgartner ja auch mit dem Betrieb des Kraftwerkes einverstanden, seit dem Eigentümerwechsel sieht er nur noch Probleme.

Fakt ist, die Behauptungen entbehren jeder Grundlage.

Hubert Fröhler, 92540 Altendorf/Fronhof

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