Leserbriefe Flüchtlingsunterkunft: Als Nachbar von Vorgehensweise überrascht

Zum Artikel "Ein neues Heim für Asylbewerber" (8. Oktober):

Wie dem Text zu entnehmen ist, soll bis Mitte nächsten Jahres eine Asylbewerberunterkunft an der Schlachthausstraße entstehen. Als unmittelbar betroffener Nachbar bin ich hier schon etwas erstaunt über die Art und Weise, wie hier vorgegangen wird.

Durch einen Zufall habe ich davon erfahren, welche Planung es hier gibt. Als Nachbar wurde nicht mal unsere Meinung dazu gehört, geschweige denn, dass hier von Investorenseite eine Info kam. Ich habe als Betroffener die Pläne eingesehen und musste feststellen, dass dort kein Asylbewerberheim geplant ist, sondern eine Flüchtlingsunterkunft. So steht es zumindest auf dem Papier geschrieben.

Mag es vielleicht daran liegen dass für eine Flüchtlingsunterkunft eine schnellere Genehmigung erteilt wird? Ich weiß es nicht. Jedenfalls ist in der Planung von mehr als 100 Menschen die Rede. Sehr erstaunt war ich darüber, dass die Regierung einer Mietdauer von zehn Jahren zustimmt.

Auf meine Nachfrage bei der Stadt Amberg wurde mir vor vier Wochen mitgeteilt, dass hier vonseiten der Regierung eine maximale Mietdauer von zwei Jahren vorgesehen sei. Dass hier Bürger unterschiedlich behandelt werden, ist schon seltsam.

Vor vielen Jahren gab es mal den Ausdruck " Amigo". Wenn man sich schlau macht und weiß, wer hier als Investor auftritt, ist es schon sagenhaft, woher der plötzliche Sinneswandel kommt. Seit mehr als 20 Jahren ist hier eine Wildnis geduldet worden, auch vonseiten der Stadt. Just in dem Augenblick, in dem es Geld vom Staat gibt, wird hier in großzügiger Form und samariterhafter Weise ein solches Projekt angeboten.

Ich meine, es gäbe hier in unserer schönen Stadt sicherlich noch geeignetere Gebäude, die auch sehr schnell umgebaut werden könnten.

Anton Pöllath, Amberg

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