Leserbriefe Kein Unfall in 40 Jahren

Zum Artikel "Keine Bahnen am frühen Morgen" (NT-Ausgabe vom 27./28. Juni):

Ein Slogan der CSU besagt "Näher am Menschen". Dies trifft leider nicht auf den Vorsitzenden der Mitterteicher CSU, Bürgermeister Roland Grillmeier, zu, sonst hätte er uns Frühschwimmer nicht als Privatpersonen abgetan. Seit Eröffnung des Mitterteicher Freibads vor 40 Jahren gab es Frühschwimmen für Frühaufsteher! Von Berufstätigen war nie die Rede. Unser zuletzt ältester Frühschwimmer war zu diesem Zeitpunkt 39 Jahre alt, Bürgermeister Roland Grillmeier zu diesem Zeitpunkt 4 Jahre.

Unter drei Vorgängern im Amt hat es nie Probleme gegeben, denn es war ja stets ein Bademeister im Bad anwesend. Bürgermeister Erich Dickert hat bei der Übersiedelung der Verwaltung von Schott-Rohrglas von Bayreuth nach Mitterteich Reklame für das Frühschwimmen gemacht. Eine besondere Regelung wurde erst unter Bürgermeister Roland Grillmeier eingeführt. Diese ist sicher eine einzigartige Regelung, wie er in seiner meiner Meinung nach dürftigen Erwiderung auf den offenen Brief von Dr. Wolf-Jürgen Wenkel anführt, die uns aber von ihm selbst aufgezwungen wurde. Eine einzigartige Regelung ist auch die Tatsache, dass während der Freibadsaison in Mitterteich Bademeister Urlaub nehmen konnten.

In 40 Jahren ereignete sich beim Frühschwimmen kein Unfall. Das ist nicht nur Glück, denn wir haben die Erfahrung gemacht, dass kein Mensch mit gesundheitlichen Problemen - schon aus Selbsterhaltungstrieb - in tiefes Wasser geht. Alle nicht mehr aktiven Mitschwimmer haben rechtzeitig aufgehört, unsere älteste mit 91 Jahren. In diesem Zusammenhang empfehle ich dem Bürgermeister als Lektüre den Artikel "Müller gegen Klischees vom Alter" im "Neuen Tag" vom Freitag, 3. Juli, 2015 (Seite 5).

Das warme Wasser ist da, Spätschwimmen wird täglich bei ermäßigtem Eintritt angeboten (wir hatten alle eine Dauerkarte). Und wo bleiben die Frühschwimmer?

Johann KrausMitterteich

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