Leserbriefe Traum vom Ämterzentrum in der Kaserne

Zum Thema Leopoldkaserne:

Nachdem ich mich mit der Militärgeschichte der Stadt Amberg, die 1795 mit einer ersten Kaserne begann und voraussichtlich nach Schließung der Leopoldkaserne 2016 beendet sein wird, beschäftigt habe, wurde mir erst klar, dass neun militärische Einrichtungen in Amberg geschlossen wurden. Zum Schluss verschwindet jetzt der Stab der Panzerbrigade 12 nach Cham.

Die Aussage des OB Michael Cerny, dass Amberg nach diesem Verlust nicht zweimal der Verlierer sein kann, macht neugierig, wo er doch das Problem Innenstadt und deren Wiederbelebung auch noch meistern soll. Und da fällt mir ein kühner Traum zu diesem Thema ein. Vorschläge kennen wir schon mehrere und da kommt noch mein Traum für ein städtisches Ämterzentrum dazu. Was hat dies mit der Leopoldkaserne und der Innenstadt zu tun?

Die Stadt hat mindestens 1000 Beschäftigte, die alle im Zentrum oder im Umfeld ihre Arbeit verrichten. Die Büros sind in sieben Häusern untergebracht und da bietet sich die frei werdende Kaserne mit ihrem Areal für Parkplätze direkt an. Das Gebäude ist so groß, dass noch viel Platz für die ausgelagerten Abteilungen der Polizei, des Zolls und vor allem die wichtige "militärhistorische Sammlung" wäre. Für mich eine ideale Lösung, denn danach könnte man das Problem Innenstadt angehen. Über die Kosten der Sanierung der Kaserne, müsste die Stadt, die als Verlierer in dieser Sache genug geblutet hat, mit dem Bund sich doch arrangieren können.

Die frei werdenden Räume der Verwaltung könnten kostengünstig je nach Sanierung vermietet oder als Eigentumswohnungen verkauft werden, beispielsweise an junge Familien mit Kinder. Die Innenstadt würde aufleben und neben der geplanten Quartiergarage würden 28 Tiefgaragenplätze unter dem Gebäude Spitalgraben 3, rund 28 Parkplätze Steinhofgasse/Neustift und rund 10 an der Zeughausstraße (Hofraum) zwischen Raseliushaus und Archiv mehr zu Verfügung stehen.

Die Letztgenannten wären vor allem wichtig für die Schiffgassler. Das Standesamt, Verkehrsüberwachung, Touristik, Bücherei und der OB mit Stadtrat müssten natürlich in der Stadt bleiben. Die Verwirklichung würde zwar Jahre dauern, aber für mich ist es der einzigste Weg, um die Innenstadt wieder zu beleben.

Franz Scheibl, Amberg

___

Leserbriefe müssen nicht die Meinung der Redaktion wiedergeben. Die Redaktion behält sich vor, Leserbriefe sinnwahrend zu kürzen.
Weitere Beiträge zu den Themen: Januar 2015 (7958)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.