Leserbriefe "Viele Eltern resignieren"

Zum Artikel "Wenige bleiben lang" vom 11. Oktober:

Fazit Ihres Artikels könnte sein: Die Eltern der unter Dreijährigen wollen ihre Kinder gar nicht länger in die Kita geben. Alles ist prima. Doch im Alltag schaut es doch ganz anders aus.

Als betroffene Eltern im südlichen Landkreis Amberg-Sulzbach hat man nicht einmal die theoretische Chance, sein Kind länger in die Kindertagesstätte zu geben. Selbst die "offiziellen" Buchungszeiten können nicht ausgeschöpft werden. Angeblich wegen des Personalmangels seien nur Kernzeiten für die Kita-Kinder möglich.

Sollten diese darüber hinaus betreut werden, müssten sie in den Kindergartengruppen vorher beziehungsweise nachher "geparkt" werden. Aber wie viele Bezugspersonen können einem unter Dreijährigen zugemutet werden? Selbst Initiativen des örtlichen Elternbeirats werden mit dem Hinweis auf Elternbefragungen und Öffnungszeiten abgelehnt.

Doch welche Eltern werden befragt? Alle Eltern der unter Dreijährigen? Nein, nur Kita-Eltern. Doch bleiben alle anderen Mädchen und Buben zu Hause? Viele Eltern resignieren vor dieser Situation und behelfen sich mit Angeboten aus einem Zweitmarkt wie Tagesmutter oder privat organisierter Ganztagesbetreuung.

Anders wäre der auch von der Politik propagierte Spagat zwischen Beruf und Familie nicht zu bewältigen. Jedenfalls nicht im südlichen Landkreis Amberg-Sulzbach.

Peter Penning und Antje Malchow, Schmidmühlen

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