Lustig ist das Camper-Leben

Campen liegt im Trend. Kompakt und günstig sollen Freizeitfahrzeuge sein - das gilt für Reisemobile genauso wie für Wohnanhänger. Im neuen Jahr rollen aber auch Luxus-Behausungen an.

Einen Vorgeschmack gab zum Beispiel der Düsseldorfer Caravan Salon im vergangenen Sommer. Vom luxuriösen Reisemobil für rund 1,5 Millionen Euro bis hin zum Mini-Wohnwagen für um die 7500 Euro reichte dort die Palette

Zuwächse kann die Branche derzeit vor allem bei Fahrzeugen im unteren Preisbereich verzeichnen, berichtet Klaus Förtsch, Präsident des Caravaning Industrie Verbands (CIVD). Auch das Luxussegment sei weiter stabil. Eher "schwächelnd" sei dagegen das preisliche Mittelfeld.

Vorn in der Käufergunst liegen weiter die Kompaktmodelle. "Sowohl bei den Reisemobilen als auch bei den Caravans geht der Trend nach wie vor zu kompakten Fahrzeugen", erklärt Förtsch. Bei den Reisemobilen machten kompakte Modelle wie Kastenwagenausbauten und Campingbusse bereits rund ein Drittel der Zulassungen aus.

Die neue Generation der Reisemobile sei zunehmend mit Assistenzsystemen wie Kollisions- oder Totwinkelwarnern und Spurhalteassistenten ausgestattet, die der Sicherheit dienten. Bei der neuen Generation von Caravans sorgten dagegen etwa gewichtssparende Materialien für geringere Ansprüche an die Leistungsfähigkeit des Zugfahrzeugs. Und auch hier geht der Trend zu kompakten Einsteigermodellen. Zu Preisen ab rund 7500 Euro gibt es zum Beispiel Mini-Wohnwagen des polnischen Herstellers Pino.

Knaus Tabbert ab 8000 Euro

Knaus Tabbert bietet den kleinen Wohnwagen T@b für knapp 8000 Euro an, die Variante Woody mit auffälligem Holzimitat auf der Außenhülle gibt es ab rund 8800 Euro. Der Grundpreis für das Einsteigermodell "c'go" von Dethleffs liegt dagegen bei etwa 11 900 Euro. Eine Mischung aus Caravan und Boot hat die Firma Sealander im Programm. Der mindestens 17 990 Euro teure Schwimm-Caravan kann sowohl an Land als auch im Wasser genutzt werden. Für die Fahrt auf Binnenseen oder küstennahen Gewässern muss nur ein Außenbordmotor angehängt werden. Bei allzu stürmischem Wetter empfiehlt der Hersteller jedoch den Abbruch der Fahrt.

Teilintegrierte

Bei den Reisemobilen setzt etwa der Hersteller Bürstner auf teilintegrierte Modelle mit kompakten Ausmaßen. Dabei werden Fahrzeuge mit einer Länge ab 5,70 Meter angeboten: Die Nexxo-Baureihe ist zu einem Basispreis ab etwa 51 990 Euro zu haben.

Auf Luxus setzt dagegen der Hersteller Variomobil, der seine Modellreihe Vario Perfect zu Preisen ab etwa 560 000 Euro anpreist. Für ein komfortables Raumgefühl sorgt eine Deckenhöhe von 2,25 Metern. Für Küche und Schlafraum lassen sich Erker ausfahren, um so die Grundfläche nochmals zu vergrößern.

Bei Farbe und Ausstattung setzen die Käufer von Freizeitmobilen immer noch auf gedeckte Farben und eine gediegene Inneneinrichtung.

Während vor einiger Zeit bei den Außenfarben noch Silber im Trend lag, entschieden sich viele Käufer nun etwa für gedeckte Braun-, Beige- oder Grautöne. Bei Bürstner ist ein orangefarbenes Modell ein einmaliges Experiment geblieben.
Weitere Beiträge zu den Themen: 12-2014 (6638)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.