Mädchen sind noch immer im Nachteil

Liebe Jungs, am Sonntag geht es mal nicht um euch! Denn am 11. Oktober ist Welt-Mädchentag. Dieser Tag soll daran erinnern, dass es vielen Mädchen auf der Welt nicht so gut geht.

Verschiedene Hilfsorganisationen versuchen, den Kindern zu helfen. Hier erfährst du, mit welchen Problemen die Mädchen zu kämpfen haben. Und was die Fachleute dagegen tun:

Ab in die Schule: Eine Schulklasse ohne Mädchen - das ist in vielen Ländern nichts Besonderes. Denn nicht überall dürfen Mädchen einfach so zur Schule gehen.

Stattdessen müssen sie zu Hause mithelfen oder Geld für die Familie verdienen. Viele Projekte setzen sich dafür ein, dass mehr Mädchen zur Schule gehen dürfen. Sie zeigen auch Lehrern, wie sie Mädchen gerechter behandeln. Außerdem überlegen die Helfer zusammen mit den Kindern, wie sich die Mädchen in der Schule wohler fühlen könnten.

Sicher in der Stadt: Abends im Park spazieren gehen, allein Bus fahren, auf dem Markt einkaufen. Für Mädchen in bestimmten Großstädten kann das schnell gefährlich werden. So eine Großstadt ist Neu Delhi in Indien. Mädchen werden dort von Männern belästigt, manchmal kommt es sogar zu Gewalt.

Ein Projekt soll ihnen helfen, sich sicherer zu fühlen. Dabei treffen sich Mädchen und markieren gefährliche Punkte auf Stadtplänen. Zusammen mit Helfern machen sie Rundgänge durch ihr Viertel. Außerdem lernen sie, sich notfalls zu verteidigen.

Schule statt Hochzeit: Wusstest du, dass Mädchen in manchen Ländern schon als Kinder heiraten müssen? Das entscheiden ihre Eltern für sie. Oft kommen die Mädchen aus armen Familien. Nach der Hochzeit dürfen sie nicht mehr zur Schule gehen.

Helfer setzen sich dafür ein, dass sich das ändert. In dem Land Jordanien etwa gehen Mädchen von Tür zu Tür. Sie sprechen mit den Familien und versuchen, sie umzustimmen. Außerdem laden sie Eltern und Kinder zu Treffen ein. Dort wird dann über die Probleme geredet. (dpa)
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