Malala macht Mädchen Mut

Sie saß mit dem Präsidenten der USA zusammen. Der Königin von Großbritannien überreichte sie ihr eigenes Buch. Auch im Fernsehen ist Malala Yousafzai schon oft aufgetreten. Für eine 17-Jährige hat sie also schon unglaublich viel erlebt.

Am Freitag ist noch eine große Sache dazugekommen. Malala bekommt nämlich einen sehr wichtigen Preis: den Friedensnobelpreis. Diese Auszeichnung überreicht man einzelnen Menschen oder Organisationen, die sich besonders für den Frieden auf der Welt einsetzen.

Zwei Preisträger

Dass die Jury Malala auswählte, ist etwas Besonderes. Noch nie hat eine 17-Jährige den Friedensnobelpreis erhalten. Malala teilt sich den Preis mit einem Mann aus Indien. Beide setzen sich für die Rechte von Kindern ein. Ein Thema ist Malala sehr wichtig: Sie möchte, dass alle Kinder auf der Welt zur Schule gehen können. Besonders setzt sie sich für die Rechte von Mädchen ein.

In manchen Ländern sind Menschen zum Beispiel dagegen, dass Mädchen zur Schule gehen. Das ist auch in Malalas Heimat Pakistan so.

Trotzdem ging sie zur Schule und sagte offen ihre Meinung. Schon mit elf Jahren schrieb sie für Reporter ein Tagebuch. Darin erzählte sie von ihrem Leben.

Irgendwann bekam sie Ärger mit einer Gruppe, die Taliban genannt wird. Das sind extreme Leute, die ihre Religion sehr streng sehen.

Vor zwei Jahren schossen diese Leute auf Malala und verletzten sie schwer. Zum Glück überlebte das Mädchen den Anschlag. Heute wohnt Malala mit ihrer Familie in Großbritannien. Ewig bleiben wird Malala dort aber wohl nicht. Irgendwann möchte sie zurück nach Pakistan. Vielleicht sogar, um Politikerin zu werden.

Vor etwas mehr als einem Jahr hielt Malala eine wichtige Rede vor vielen Leuten. Damals sagte sie: "Ein Kind, ein Lehrer, ein Buch und ein Stift können die Welt verändern." Malala Yousafzai ist das schon jetzt ein bisschen gelungen. (dpa)
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