Manipulierte Ladenkassen: Steuerlicher Betrug durch nichts zu rechtfertigen

Zum Kommentar "Griff in die Ladenkasse: Staat mit dehnbarem Gewissen":

Auch der "Otto-Normalsteuerzahler" steht mit dem Rücken zur Wand. Kalte Progression, Steuern auf bereits versteuertes Sparvermögen (Zinsen) usw. Der "Otto-Normalverdiener" kann sich überhaupt nicht wehren und muss blechen.

Dass Online-Versender keine oder geringe Steuern zahlen und Sozialstandards unterlaufen, ist ein Thema für sich, hat aber primär nichts mit manipulierten Ladenkassen zu tun. Manipulierte Ladenkassen sind vorsätzlicher Steuerbetrug und durch nichts zu beschönigen. Leider kommt dieses Beschönigen in dem Kommentar - für mich - so herüber.

Hinweis: Wenn ein Betriebsprüfer im Schnitt 1,4 Millionen Euro bringt: Wie viele Betriebsprüfer müssten eingestellt werden, um die mindestens pro Jahr avisierten 10 Milliarden" zu erwirtschaften?

Dass es an steuerlichen Betätigungsfeldern nicht mangelt, ist sicher mehr als richtig. Dies in jeder Woche von den Medien anzuprangern, wäre vielleicht eine Möglichkeit, die Verantwortlichen über kurz oder lang weichzukochen. Den Finger immer in die Wunde zu legen, sollte das Ziel sein.

Aber manipulierte Ladenkassen sind Betrug an allen ehrlichen Steuerzahlern und durch nichts zu rechtfertigen.

Rudi Tragl 95692 Konnersreuth
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