Marktrat handelt ignorant
Briefe an die Redaktion

Zum Artikel "Windkraft weiterhin möglich" vom 9. Oktober:

In der Kohlberger Marktratssitzung am 6. Oktober wurde das Schreiben des Landratsamts in Bezug auf den Naturpark und die beabsichtigte Nutzung durch Windkraftanlagen vorgelesen.

Es besagt eindeutig, dass die zum jetzigen Zeitpunkt geplanten Flächen für Windkraft nicht in Frage kommen. Wie viel Ignoranz braucht es, trotzdem mit deutlicher Mehrheit für die Herausnahme der Flächen aus dem Landschaftsschutzgebiet zu stimmen?

Hat der Markt Kohlberg den übrigen Gemeinden in den Landkreisen Neustadt, Tirschenreuth und der Stadt Weiden und vielleicht sogar seinen eigenen Ortsteilen dadurch vielmehr einen Bärendienst erwiesen, indem er eine Zonierung des gesamten Naturparks befürwortet? Durch eine Zonierung wird doch erst recht das Zepter der Menschen vor Ort aus der Hand gegeben. Es könnten Flächen ausgewiesen werden, mit denen niemand rechnet oder plant.

Auch wird immer wieder hartnäckig argumentiert, die 10-H-Regelung würde sowieso gekippt. Zum heutigen Tag kann das keiner vorhersagen. Sollte dennoch 10 H kippen, so heißt dies nicht, dass es keine neuen Mindestabstände von Windrädern zur Wohnbebauung geben wird. Es wurden bereits Mindestabstände von mindestens 1000 Metern per Gerichtsurteil durchgesetzt.

Meiner Meinung nach wird durch die Kohlberger Entscheidung die Planung des Flächennutzungsplanes des Marktes vorangetrieben, um die gesetzliche 10-H-Regelung von der gemeindlichen Seite her auszuhebeln.

Tanja Kunkel92702 Kohlberg

___

Leserbriefe müssen nicht die Meinung der Redaktion wiedergeben. Die Redaktion behält sich vor, Leserbriefe sinnwahrend zu kürzen.
Weitere Beiträge zu den Themen: Oktober 2015 (8435)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.