Martin macht es vor

Leuchtende Laternen sind heute wieder an vielen Orten zu sehen. Denn dann ist Martinstag. Der ist immer am 11. November.

Zu diesem Tag sind Laternen-Umzüge ein alter Brauch. Dabei singen Kinder und Erwachsene häufig Lieder.

Eines der bekanntesten ist "Ich geh mit meiner Laterne". Aber warum macht man das überhaupt? Das hat mit einem Mann zu tun, der vor vielen Hundert Jahren lebte. Er hieß Martin und war ein Soldat. Über ihn gibt es eine berühmte Geschichte.

Brüderlich geteilt

In einer Winternacht soll Martin mit anderen Soldaten durch ein Stadttor geritten sein. Dort entdeckten sie einen Bettler, der halb nackt war und fror. Keiner der Soldaten kümmerte sich - außer Martin. Er soll seinen Mantel mit seinem Schwert in zwei Teile geschnitten haben. Eine Hälfte gab er dem Bettler.

Daraufhin soll ihm kurz darauf Jesus erschienen sein. Martin trat aus der Armee aus und lebte ein einfaches Leben. Später wurde er Bischof. Viele Menschen verehrten ihn, weil er bescheiden war und sich auch um arme Menschen kümmerte. Nach seinem Tod wurde Martin von der katholischen Kirche zum Heiligen erklärt. Deshalb nennen wir ihn heute auch Sankt Martin. Das Wort "Sankt" kommt von dem lateinischen Begriff "sanctus". Er bedeutet heilig.

Martin soll an einem 11. November beerdigt worden sein. Deswegen wird an diesem Tag an ihn erinnert. Und auch daran, dass man Gutes tun soll. (dpa)
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