Matthias als Bösewicht

Clemens hat keine Zeit für seine Kinder, weil er so viel arbeitet. Er stellt ein Kindermädchen ein - einen Mann! Der will sich aber nur an Clemens rächen, weil Clemens Leute aus ihren Wohnungen verjagt.

Zu diesen Leuten gehört auch das neue Kindermädchen. Für die Kinder ist der Mann ein neues Opfer. Sie haben Spaß daran, ihre Kindermädchen zu vertreiben. Darum geht es in dem Film "Der Nanny", der heute in die Kinos kommt. Matthias Schweighöfer spielt den Clemens.

Sie spielen in Filmen häufig lustige Rollen. In der Nanny sind Sie herzlos und vertreiben Leute aus ihren Wohnungen. Welche Rolle gefällt Ihnen besser - lustig oder böse?

Matthias Schweighöfer: "Mir macht beides Spaß, solange es gut ist, solange es interessant ist. Es ist aber verlockend, auch mal den Bösewicht zu spielen. Weil man dann mal fies sein kann. Das geht im richtigen Leben ja nicht immer."

Was war Ihr peinlichstes Erlebnis?

Schweighöfer: "Der peinlichste Moment meines Lebens war: Ich war in einer Klasse mit 28 Mädels der einzige Junge. Da waren wir schon ein bisschen älter, so 10. oder 11. Klasse. Wir hatten auch alle zusammen Sport. Das beinhaltete damals auch rhythmische Gymnastik. Was dazu führte, dass ich auch mit diesen Stöckchen, an denen ein langes Bändchen hängt, Übungen machen musste. Das war wirklich das Peinlichste in meinem Leben: Vor 28 Mädchen in so einem engen Gymnastik-Outfit mit diesem Bändchen rumzuwehen und zu rollen und Sprünge zu vollziehen. Es gab nichts Schlimmeres. Wenn man dann noch das enge Kostüm durchgeschwitzt hat und dann noch Schweißflecken, schlimmer geht's nicht mehr."

Im Film spielen sie Clemens, der keine Zeit für seine Kinder hat. Sie haben selbst zwei Kinder, sind ein berühmter Schauspieler und haben sogar eine Firma gegründet, die Filme produziert. Wie funktioniert das?

Schweighöfer: "Mein Ziel war immer, Chef meiner eigenen Firma zu sein. Damit ich Beruf und Familie unter einen Hut bringen kann. Ich teile die Zeit so ein, dass ich alles sinnvoll organisieren kann und ich die Kinder zur Kita bringen und abholen kann. Es ist manchmal auch ein bisschen kompliziert dann, mit mir Termine zu machen. Aber ich versuche, alle freie Zeit für die Kinder zu haben. Dafür nehme ich gern in Kauf, dass die Arbeitstage für mich länger sind." (dpa)
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