McKinsey analysiert Auswirkungen des Autonomen Fahrens
Zeitenwende

Der Großteil der Deutschen beurteilt selbstfahrende Autos bislang noch skeptisch. Mehr als drei Viertel der Autofahrer lehnen sie ab. Sie wollen sich nicht ständig nur noch chauffieren lassen, besagt eine aktuelle Umfrage der Aachen Münchner Versicherung.

Das autonome Fahren wird sich aber aller Voraussicht langfristig durchsetzen, meint die Unternehmensberatung McKinsey. Auch wenn es bis zur Einführung noch dauern werde, sollten sich Autohersteller schon jetzt mit den möglichen Konsequenzen befassen. Und die dadurch ausgelösten Veränderungen beschränken sich laut der Studie "Autonomes Fahren - 10 Wege wie autonome Fahrzeuge unser Leben verändern" nicht allein auf die Automobilindustrie.

So sei zu erwarten, dass die Autobauer neben den Fahrzeugen auch immer mehr Serviceangebote anbieten, etwa Unterhaltungsangebote oder individuell zugeschnittene Wartungspakete, die das Fahrzeug in die herstellereigenen Werkstätten lotsen. Damit würden sie vermutlich zahlreichen freien Werkstätten das Wasser abgraben. Wo es Gewinner gibt, gibt es meist eben auch Verlierer.

Für die Automobilhersteller droht Konkurrenz aus der IT- und High-Tech-Branche wie die ersten Gehversuche in Sachen Automobil von Google und Apple verdeutlichen. Das erzeugt laut dem Beratungsunternehmen einen Anpassungsdruck: Wer als Hersteller nicht auf "autonomes Fahren" setze, müsse andere Differenzierungsmerkmale wie Umweltfreundlichkeit, Performance oder einen günstigen Preis finden.

Auswirkungen entstehen darüber hinaus auch für das verfügbare Platzangebot in Innenstädten, da durch die selbstfahrenden Autos zum Beispiel automatisches Parken außerhalb der Stadtzentren möglich ist. Und die Autos in den Städten benötigen dann dank engerer Parkplätze weniger Raum. In den USA könnte laut den Experten dadurch 25 Prozent des Parkraumsfrei werden. (mid)
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