Meinungswechsel und Zickzack-Kurs
Briefe an die Redaktion

Von einer "Tradition" hatte Bürgermeister Bernd Sommer gesprochen, als sich in der Bürgerversammlung Ludwig Wolf zu Wort meldete. Er nimmt jetzt dazu Stellung, warum das so ist.

Die Bemerkung des Bürgermeisters, seit 1995 (richtig ist seit 1991) der gleiche Vortrag, mag vordergründig und oberflächlich betrachtet, süffisant erscheinen. Auf den zweiten Blick kommt aber auch Bestätigung und Anerkennung zum Ausdruck. Nur das Richtige und die Wahrheit haben nämlich auf Dauer Bestand. Weil sich Tatsachen und Realitäten nicht verändern, muss auch die Argumentation gleich bleiben.

Dieselbe Stabilität und Rationalität wünschte ich mir auch in der Kommunalpolitik. Aber mehrfache Meinungswechsel, Zickzack-Kurs, widersprüchliches Handeln und die Akzeptanz von haltlosen Zusagen lassen nicht auf eine durchdachte und auf Tatsachen basierte Meinungsbildung schließen.

Als Beispiel nenne ich die 1991 unrealistische Erwartung von zwei vom Bund bezahlten Straßen. Nachdem geklärt war dass es das nicht gibt, folgte die Forderung einer "echten Umgehung" und die ausdrückliche Erklärung, dass der Bahndamm den Erfordernissen einer Umgehung nicht entspricht, wie drei Stadtratsbeschlüsse beweisen. Dann wieder das totale Gegenteil mit der Entscheidung für die Bahntrasse. Wenn man auf zweifelhafte Zusagen baut, ist man verlassen, zum Schaden der Waldsassener.

Als sinnvolle Lösung bietet sich die Lkw-Sperrung durch Waldsassen, bis zur Realisierung einer echten Umgehung, an. Das entspricht auch dem Mehrheitswillen der Einwohner.

Ludwig Wolf, Waldsassen

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