Mietrechts-Tipp: Gartennutzung im Mehrfamilienhaus
Im Mietvertrag regeln

(dpa/tmn) Bei einem angemieteten Einfamilienhaus gehört der Garten dazu, es sei denn, es steht etwas anderes im Mietvertrag. Bei Anmietung einer Wohnung in einem Mehrfamilienhaus ist die Rechtslage nach Darstellung des Deutschen Mieterbundes komplizierter. Hier kommt es auf den Mietvertrag an. Mieter dürfen den Hausgarten nur nutzen, wenn dieser mit der Wohnung mitvermietet wurde oder wenn er allen Mietern als Gemeinschaftseinrichtung zur Verfügung steht.

Ist die Benutzung allen Mietparteien gestattet, müssen diese sich absprechen. Gegebenenfalls kann auch der Vermieter Vorgaben machen. Einzelne Mieter haben nicht das Recht, einen Teil des Gartens für sich einzuzäunen. Mieter können den mitgemieteten Garten indes nutzen, wie sie wollen: Sie können etwa ein Gemüsebeet oder einen Komposthaufen anlegen, Gartenzwerge, Planschbecken, Hundehütten, Sandkästen oder Schaukeln aufstellen, Blumen oder Sträucher pflanzen. Und die Kinder dürfen im Garten spielen.

Für die Pflege ist der Vermieter verantwortlich. Er kann die Kosten auf die Mieter umlegen. Das geht aber nur, wenn den Garten nicht nur der Vermieter selbst oder eine einzelne Mietpartei benutzen darf. Der Vermieter kann die Verpflichtung, den Garten zu pflegen, auch auf die Mieter übertragen. Das gilt besonders bei einem vermieteten Einfamilienhaus oder wenn der Garten nur an eine Mietpartei vermietet wurde. In diesen Fällen kann der Vermieter aber nicht vorschreiben, wann und wie der Garten gepflegt werden soll.
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