Mindestens 1100 Verletzte bei Erdbeben in Japan
Neun Tote nach Erdbeben

Kumamoto. Beim schwersten Erdbeben seit fünf Jahren in Japan sind mindestens neun Menschen ums Leben gekommen. Mindestens 1100 Menschen wurden bei dem Beben im Südwesten Japans verletzt, mehr als 50 davon schwer, gaben die Einsatzkräfte am Freitag bekannt.

Zehntausende brachten sich in Notunterkünften in Sicherheit, viele verbrachten die Nacht unter freiem Himmel. Etwa 3000 Einsatzkräfte waren im Einsatz. Rund zwei Dutzend Wohnhäuser sowie Betonmauern stürzten ein, teilweise brachen Feuer aus. In Tausenden Häusern fiel die Strom- und Wasserversorgung aus.

Unternehmen wie Toyota, Honda und Panasonic stellten vorübergehend ihre örtlichen Fertigungslinien ein. Der Bahn- und Flugverkehr wurde zeitweise beeinträchtigt.

Seit dem Beben der Stärke 6,5 vom Donnerstagabend wurde die Region allein bis zum Morgen von mehr als 120 Nachbeben heimgesucht. Das Beben hatte sich zehn Kilometer unter der Erdoberfläche ereignet und erreichte auf Japans Erdbebenskala die höchste Stufe 7. Es war das erste Mal seit Fukushima, dass ein Beben diese Stufe erreichte. Laut Angaben blieben die Reaktoren unversehrt. Eine Tsunami-Gefahr bestand nicht.
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