Mini-Massaker im Plastikwald
Briefe an die Redaktion

Modelleisenbahnen regen die Fantasie an. Weil ihr bei der Ausstellung am Wochenende Plastikmännchen mit Miniatur-Motorsägen im Kunststoff-Wald nicht gefallen haben, macht eine Leserin ihrem Unmut Luft:

Im Artikel "Züge stehen nicht still" hieß es: "Die Motorsäge knattert, der stattliche Baum beginnt zu wanken. Man hört, wie sich die Kette unaufhörlich durch das Holz frisst, bis die Fichte schließlich mit lautem Krachen zu Boden saust. Dieses Schauspiel ereignete sich am Wochenende ein paar 100 Mal, und zwar auf Knopfdruck." Eine neue Spielart abartiger Freuden scheint sich immer deutlicher herauszuschälen. Bäume fällen als Spaß. Mit heroischen Worten kommentiert der Berichterstatter das Kettensägenmassaker. Aber nun mal ehrlich, ist es nicht fahrlässig in Zeiten des Klimawandels die Natur immer mehr zu beschädigen, statt Bäume zu fällen, muss man sie stehen lassen und noch neue pflanzen.

Angesichts der weltweiten Vernichtung alter Wälder ist es bereits fünf vor zwölf. Gegen die Luftverschmutzung helfen nur Bäume, denn nur die erzeugen den nötigen Sauerstoff zum Überleben. Sicherlich kann Verkehrssicherheit ein Grund für derartige Maßnahmen sein. Jedoch darf sie nicht als Feigenblatt einer wüsten Rodungs-Orgie dienen.

Name und Adresseder Redaktion bekannt

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