Mit Schwimmen lässt sich orthopädischen Problemen vorbeugen
Gelenke aktiv in Schwung halten

Schwimmen ist nicht nur ein ganzjähriges Freizeitvergnügen, sondern hält enorme Trainingseffekte für den gesamten Körper bereit. So reduzieren die veränderten Schwerkraftverhältnisse im Wasser das eigene Körpergewicht, was ein fast schwereloses Fortbewegen ermöglicht und den Bewegungsapparat entlastet.

Der Wasserwiderstand sorgt aber gleichzeitig für einen verstärkten Kraftaufwand beim Schwimmen, wodurch vor allem die Muskulatur in den Armen, Schultern, im Rumpf und in den Beinen effektiv trainiert wird.

Auch für Menschen mit Gelenkbeschwerden ist Schwimmen daher eine sehr geeignete Sportart. Gerade Arthrosepatienten flüchten sich aus Angst vor Schmerzen oft in die Passivität. Ein fataler Fehler, denn Bewegungsmangel beschleunigt das Fortschreiten der Erkrankung. Wird Aktivität dagegen verstärkt in den Alltag integriert, kann der schmerzhafte Gelenkverschleiß aufgehalten oder zumindest verlangsamt werden. Brustschwimmen fordert den Bewegungsapparat mehr als andere Techniken. Der Münchner Aqua-Fitness-Trainerin Yara Pastrelli Kamada zufolge sei es daher bei Knieproblemen nicht zu empfehlen, da die Scherbewegungen das Knie stärker belasten als Rücken- oder Kraulschwimmen. Zudem versuchen viele Schwimmer, den Kopf dauerhaft über Wasser zu halten, dadurch versteift sich die Nackenmuskulatur. Besser ist es, bei jedem Schwimmzug mit dem Kopf ab- und zum Atmen wieder aufzutauchen. Anhänger des Kraulstils sollten darauf achten, dass sich der ganze Körper beim Atmen in Seitenlage befindet und nicht nur der Kopf zur Seite weggedreht wird. Als besonders gelenkschonend gilt das Rückenschwimmen. Lediglich bei akuten Schulterbeschwerden ist es nicht empfehlenswert. (djd)
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