Mit Stift und Papier

Hier ist Fantasie gefragt: Bei Rollenspielen übernehmen Spieler verschiedene Figuren. Dafür müssen sie sich nicht unbedingt verkleiden. Manchmal reichen auch Stift und Papier.

Karsten Höger schlüpft gerne in Rollen. Er ist aber kein Schauspieler. Er trifft sich mit anderen Leuten und spielt Rollenspiele. Das heißt: Die Spieler übernehmen verschiedene Figuren und tauchen in eine Fantasie-Welt ein. Hier erzählt euch Karsten Höger, wie das funktioniert.

Was ist an Rollenspielen cool?

Karsten Höger: Ich finde es toll, dass man bei einem Rollenspiel gemeinsam eine Geschichte erzählt. Also: eine Geschichte entwickelt. Dafür braucht man viel Fantasie. Vorgegeben sind ja erst mal nur die Hintergrund-Welt und die Personen.

Wie könnte so eine Hintergrund-Welt aussehen?

Höger:Zum Beispiel so: Wir befinden uns in England, vor gut 100 Jahren. In einer alten Villa spukt es angeblich. Davor haben die Menschen Angst. Der Besitzer will das prächtige Haus möglichst teuer verkaufen. Deshalb beauftragt er ein paar Leute: Sie sollen herausfinden, was in der Villa los ist.

Und das wird dann nachgespielt?

Höger: Nee, bei den Rollenspielen, die ich mache, sitzt man am Tisch. Man ist auch nicht verkleidet. Das stellt man sich alles nur vor. Jeder Spieler hat einen Zettel und einen Stift.

Er schreibt beispielsweise auf, welche Eigenschaften seine Figur hat. Wichtige Gespräche werden aber tatsächlich nachgespielt. Das ist dann schon ein bisschen wie im Theater.

Wer gewinnt am Ende?

Höger: Der Spielleiter weiß grundsätzlich, worauf das Ganze hinauslaufen sollte.

Er hat sich die Herausforderung ausgedacht und sollte sich auch Gedanken gemacht haben, wie die Lösung aussieht.

Die Spieler versuchen, das Rätsel zu lösen. Sie können also eigentlich nur als Team gewinnen. (dpa)
Weitere Beiträge zu den Themen: Kinderseite (7289)Oktober 2015 (8435)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.