Moto Guzzi baut die California zu einem Muscle-Bike um und nennt sie "Audace"
Das italienische Biest

Mit dem Muscle-Bike Audace baut der italienische Traditionshersteller Moto Guzzi jetzt seine 1400er-Familie aus. Der Neuling mit dem düsteren Antlitz basiert auf der California 1400; Motor und Fahrwerk stammen weitgehend unverändert aus der vor zwei Jahren vorgestellten 1400er. Alles drum herum ist jedoch neu und so anders, dass sich die Verantwortlichen mit Blick auf den amerikanischen Markt für einen eigenen Namen und auch eine durchaus eigenständige Ausstattung entschieden haben. Die "Audace" ist ein Powerbike, das ganz bewusst nicht nur auf jeglichen Luxus, sondern auch auf überflüssige Design-Elemente verzichtet. Im Zentrum der Betrachtung steht der mächtige 90-Grad-V2-Motor mit den querstehenden Zylindern. Seine 1.380 Kubikzentimeter machen ihn zum größten Motor, den die Italiener bisher gebaut haben. Viel Hubraum steht für viel Drehmoment. Und das bedeutet bei der Guzzi 121 Newtonmeter bereits bei lässigen 3000 Kurbelwellenumdrehungen bei 96 PS bei 6.500/min. Da fährt die Audace praktisch mit Standgasdrehzahl an. Ganz gleich, bei welcher Drehzahl der Fahrer Gas gibt, stets erntet er genussvollen Vortrieb mit homogener Leistungsentfaltung. Selbst oben herum wird der mächtige Vau nicht zäh und erlaubt zügiges Vorankommen. So macht die neue Guzzi alles mit: Kräftig aus den Kehren andrücken, ausdrehen und hochschalten oder einfach im großen Gang dahin bummeln.

Mehr als sechs Zentner

Dank des Ride-by-wire sind ein Tempomat und während der Fahrt wählbare Fahrmodi an Bord, mit denen sich der Motor-Charakter und die Leistungsentfaltung beeinflussen lassen. Zur Kraftübertragung stehen sechs Fahrstufen zur Verfügung, von denen die letzte für längere Reise-Etappen drehzahlmindernd als Overdrive ausgelegt ist. Angesichts des Leergewichts von 314 Kilogramm lässt sich die Audace vergleichsweise behände durchs Kurvenrevier dirigieren. Und auch die Bremsanlage überzeugt dank radialen Brembo-Vierkolbenfestsattelzangen, die glatt aus dem Supersport-Regal stammen könnten. Ein Bosch-ABS sorgt dafür, dass nichts blockiert. Weiteres sinnvolles Hilfsmittel ist die dreistufige Traktionskontrolle.

Für 18 500 Euro zu haben

Für die schon jetzt beim Händler anzutreffende Audace stehen die Farben Rot und Schwarz zur Wahl. Für den Preis von 18 500 Euro inklusive Nebenkosten bekommt der extrovertierte Guzzi-Fan weit mehr als nur ein Showbike, die Audace hat zu Recht einen hohen Dynamikanspruch.(mid)
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