Münchsreuther Bauernhof geht in Flammen auf
Flammen im Sturm

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Regen, Sturm, starker Rauch: Der Großbrand auf einem Münchsreuther Bauernhof stellte die Helfer vor ernste Probleme. Dass die Feuerwehren zudem auf dem Trockenen saßen, machte den Einsatz nicht leichter.

(spi/do) Das stürmische Wetter war laut Werner Stopfer schuld, dass sich die Flammen am Dienstag so schnell auf dem Dreiseithof in der Gemeinde Speinshart ausbreiten konnten. Dazu kam ein leerer Löschteich. "Der wird derzeit gewartet", berichtete der stellvertretende Leiter der Polizeiinspektion Eschenbach. Vorwerfen könne man dies niemandem. "Das muss eben auch mal sein." Schlimmeres verhinderten Helfer und Anwohner: "Landwirte haben den Feuerwehren Wasser in Güllefässern gebracht." Bei einem Feuerwehrmann besteht der Verdacht auf eine Rauchvergiftung. Trotz des Einsatzes der 300 Helfer schätzt Stopfer den Schaden auf eine Million Euro. Tiere verletzten sich keine.

Das Feuer brach um 11.15 Uhr in einer Maschinenhalle aus. Der extrem starke Westwind ließ die Flammen auf den Mittelteil eines 20 Meter entfernten Gebäudes überspringen. "In dem zirka 75 Meter langen Komplex befanden sich auf der linken Seite 110 Kühe und rechts 30 Kälber." 23 Feuerwehren aus den Altlandkreisen Eschenbach und Kemnath sowie aus Creußen waren im Einsatz. Die Helfer schirmten die Tiere mit je einer Wasserwand vom Brand ab und versorgten diese mit Sauerstoff. Außerdem sicherten sie die anderen Gebäude ab.

Alle Tiere haben überlebt

"Nach derzeitigem Stand ist kein Tier tot", meldet der Polizeihauptkommissar am Dienstagabend. Die Bewohner brachten sich selbst in Sicherheit. Die Mittelteile der Maschinenhalle und des gegenüberliegenden Gebäudes brannten komplett aus. Das Wohnhaus blieb unversehrt. "Um 15 Uhr hatten die Einsatzkräfte den Brand unter Kontrolle." Allerdings war der Einsatz am frühen Abend noch nicht völlig abgeschlossen: Die Glutnester in Futtermitteln, Stroh und gelagertem Brennholz beschäftigten die Helfer noch länger. "Der starke Wind kann das Feuer immer wieder neu entfachen." Zur Brandursache konnte Stopfer am Dienstagabend nichts sagen. "Man kann nicht ins Gebäude, weil es einsturzgefährdet ist. Wir konnten keinen Blitzschlag feststellen und haben auch sonst keine Anhaltspunkte." Die weitere Ermittlung übernimmt die Kriminalpolizei Weiden.

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Weitere Bilder im Internet:

http://www.oberpfalznetz.de/loeschteich
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